Motorsport Formel 1
Vettel: Monaco-Sieg „wäre ein Traum“

Partys, Promis und PS: Der schillernde Mythos Monte Carlo elektrisiert die Formel 1 und soll den Dauerzoff um die Zukunft der Rennserie endlich aus den Schlagzeilen verbannen.

dpa MONTE CARLO. "Monaco ist etwas ganz Besonderes. Es wäre ein Traum, dort zu gewinnen", bekannte die deutsche WM-Hoffnung Sebastian Vettel vor der Reise ins Fürstentum. Beim Glamour-Grand-Prix will der Red-Bull-Pilot die Dominanz von Brawn-Überflieger Jenson Button brechen. Aber auch die taumelnden Branchenriesen Ferrari und McLaren-Mercedes dürsten nach dem Prestigesieg. "Etwas besseres gibt es nicht in einem Formel-1-Auto", schwärmte Weltmeister Lewis Hamilton vor dem Klassiker.

Wie kleine Kinder freuen sich die Stars der Königsklasse auf das Spektakel in den Häuserschluchten von Monte Carlo, das am 21. Mai mit den ersten Trainingsfahrten startet. "Es ist verrückt, dass die am wenigsten für die Formel 1 geeignete Strecke die beliebteste ist. Dieser enge Stadtkurs ist genial", erklärte BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld. "Das Gefühl, wenn du mit 280 Stundenkilometern den Hügel zum Casino hinauf fährst, wenn du versuchst, eine möglichst gerade Linie zwischen den Leitplanken zu finden und sie dabei mit den Reifen streifst, das ist einfach unglaublich", beschrieb Hamilton den Reiz des berühmtesten Grand Prix, den er im Vorjahr im McLaren-Mercedes gewann.

Angelockt von der Hatz der dröhnenden Boliden dürften auch in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise Stars und Sternchen, Geld- und Hochadel den Weg ins Zockerparadies finden. "Yachten, Partys und die Show drum herum gehören gerade in Monaco zur Formel 1 dazu", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. "Monaco ist jedes Jahr aufs Neue faszinierend", verriet Mercedes-Motorsportdirektor Norbert Haug.

Die sportliche Zugnummer der Stunde ist die Jagd von Jungspund Vettel auf WM-Spitzenreiter Button. "Das Auto macht Fortschritte und wird immer schneller", sagte der Heppenheimer zuversichtlich und zog sogleich den logischen Schluss: "Ja, wir sollten ein Wörtchen um den Titel mitreden können." Dazu aber muss der Hesse eine weitere Siegesfahrt des britischen Brawn-Routiniers Button, der vier der bisherigen fünf Rennen gewann, unbedingt verhindern. "Red Bull sieht sehr stark aus. Sie sind für uns langfristig die größte Herausforderung", warnte Teamchef Ross Brawn.

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