Motorsport Formel1
Ära Schumacher nach dieser Saison beendet

Michael Schumacher beendet nach dieser Formel-1-Saison seine Karriere als Profi-Rennfahrer. Das gab Ferrari unmittelbar nach dem Sieg des Rekord-Weltmeisters beim Großen Preis von Italien bekannt.

Nach dieser Saison ist das Kapitel Michael Schumacher in der Formel 1 beendet. Das gab Ferrari unmittelbar nach dem Sieg des Rekord-Weltmeisters in Monza bekannt. Der 37-Jährige wird somit auf eine Vertragsverlängerung bei Ferrari verzichten und am 22. Oktober in Sao Paulo seinen 250. und letzten Grand Prix bestreiten. Die Nachfolge Schumachers tritt wie erwartet der bisherige Mclaren-Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen aus Finnland an. Sein Teamkollege 2007 ist der Brasilianer Felipe Massa.

"Das ist heute ein sehr spezieller Tag. Es hat etwas länger gedauert, aber ich glaube, jetzt ist der richtige Moment gekommen. Das wird heute mein letztes Monza-Rennen gewesen sein, denn ich werde mich am Ende des Jahres aus dem Motorsport zurückziehen", meinte Schumacher, der sich bei seinen Fans und seiner Familie für die Unterstützung in 16 Jahren in der Formel 1 bedankte.

"Ich konzentriere mich jetzt auf die letzten drei Rennen und hoffe, dass wir dieses Jahr mit der Weltmeisterschaft abschließen können. Der Titel ist in greifbare Nähe gerückt", sagte ein sichtlich bewegter Schumacher auf der Pressekonferenz mit stockender Stimme.

"Ich brauche erstmal Zeit, um die Nachricht zu verdauen", sagte Ferrari-Technikchef Ross Brawn, der seit mehr als zehn Jahren mit Schumacher zusammenarbeitet: "Michael ist ein fantastischer Fahrer, ein ganz großer Sportler. Er bekommt am Saisonende das, was er verdient."

Erster Titel im Benetton

Schumacher hatte seine Karriere am 25. August in Spa begonnen. 1994 und 1995 holte er mit Benetton seine ersten beiden WM-Titel. Ab 1996 fuhr er für Ferrari und wurde mit den Italienern 2000, 2001, 2002, 2003 und 2004 fünf weitere Male Weltmeister.

Das bedeutet in der Formel-1-Geschichte ebenso einen einsamen Rekord wie Schumachers 90 GP-Siege. Nur die Bestmarke der meisten GP-Starts, die der Italiener Riccardo Patrese mit 256 Rennen hält, wird er durch seinen Rücktritt nicht mehr erreichen.

© SID

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