Motorsport Formel1
Alonso erobert die Pole - Schumacher auf Rang zwei

Renault-Pilot Fernando Alonso hat sich im Qualifying zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring (Sonntag, 14 Uhr) die Pole Position gesichert. Michael Schumacher kam im Ferrari auf den zweiten Rang.

Das Duell Alt gegen Jung kann in die nächste Runde gehen: Michael Schumacher fordert bei seinem Heimspiel auf dem Nürburgring Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso zur nächsten Auflage des packenden Zweikampfes. Zwei Wochen nach seinem Triumph in Imola wird der Kerpener am Sonntag zur Freude seiner Fans beim Großen Preis von Europa (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) neben dem Spanier in der ersten Startreihe stehen und hofft dabei auf den nächsten Coup. "Erste Reihe, zweiter Platz - damit kann ich gut leben", sagte der 37-Jährige, nachdem ihm Alonso in letzter Sekunde noch die Pole Position weggeschnappt hatte: "Ich hätte hier vor meinen Fans sicher gerne die Pole Position geholt, aber wenn ich dafür morgen das Rennen gewinne, kann ich das gut verkraften."

Für das Rennen ist Schumacher zuversichtlich. "Wir haben ein gutes Paket und ein gutes Renntempo. Das wird interessant", meinte der Ferrari-Pilot, der unweit seiner Heimat Kerpen schon viermal gewonnen hat (1995, 2001, 2002, 2004). Bis neun Sekunden vor Ende der Qualifikation am Samstag träumten die "Rotkäppchen" auf den Tribünen sogar noch von der 67. Pole Schumachers, dann jedoch setzte Alonso in 1:29,818 Minuten erstmals in dieser Saison die Bestzeit. Schumacher kam Sekunden später nur noch auf 1:30,028 Minuten und musste sich so um zwei Zehntelsekunden geschlagen geben. Sein Teamkollege Felipe Massa (Brasilien) wurde Dritter.

"Die Pole Position ist nicht so wichtig, sondern die Strategie"

Die Hoffnung auf den Sieg ist bei Michael Schumacher trotz der zweiten Startplatzes sehr groß. "Die Pole Position ist nicht so wichtig, sondern die Strategie", sagte Schumacher, der zuletzt in der Ferrari-Heimat Imola Alonso und dessen Renault-Team mit einer taktischen Meisterleistung düpiert hatte und zu seinem ersten Saisonsieg gefahren war. In der WM-Wertung liegt Schumacher seitdem mit 21 Punkten hinter Alonso (36) auf dem zweiten Platz. Der Spanier war unterdessen sehr zufrieden: "Keine Probleme, kein Verkehr. Das war ganz anders als in den bisherigen vier Qualifikationen", meinte der Champion: "Unser Auto sollte gut genug sein, dass ich meinen Platz halten kann."

Für die drei anderen deutschen Piloten lief es dagegen nicht so gut wie für den siebenmaligen Weltmeister Michael Schumacher. Dessen Bruder Ralf geht im Toyota vom zehnten Startplatz aus in seinen 150. Grand Prix. Zwar hatte er auf Rang elf die letzte Runde der Qualifikation verpasst, rutschte aber einen Rang nach vorne, weil der eigentlich zehntplatzierte Australier Mark Webber im Williams wegen eines Motorwechsels genauso wie sein Teamkollege Nico Rosberg um zehn Startplätze zurückgestuft wurden. Der Wiesbadener muss vom 22. und letzten Platz losfahren. "Nach dem Motorwechsel war die Platzierung heute eh wurscht", meinte Rosberg.

Nick Heidfeld auf Startplatz 13

BMW-Sauber-Mann Nick Heidfeld, der im vorigen Jahr noch seine erste Pole Position gefeiert hatte, kam nach den Strafen für Webber und Rosberg auf Startplatz 13. "Nick ist im zweiten Durchgang nicht so gut zurecht gekommen und hat auf der gesamten Runde Zeit eingebüßt", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Der Kanadier Jacques Villeneuve rettete als Achter zumindest ein bisschen die sportliche Ehre der Münchner.

Nicht optimal lief die Qualifikation auch für die Silberpfeile von Mclaren-Mercedes. Vize-Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) fuhr auf Platz fünf, Teamkollege Juan Pablo Montoya (Kolumbien) auf Position neun. Mercedes-Sportchef Norbert Haug verbreitete dennoch Zuversicht. "Unsere Strategie sollte im Rennen eine gute Vorstellung möglich machen", sagte Haug. "Das ist natürlich nicht das, was wir uns erhofft haben", sagte unterdessen Räikkönen, der im vorigen Jahr durch einen Aufhängungsbruch in der letzten Runde den Sieg verloren hatte: "Wir müssen uns in jedem Rennen und Test verbessern. Ich hoffe, dass wir früher oder später etwas finden."

© SID

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