Motorsport Formel1
Alonso-Rückkehr zu Renault perfekt

Nach dem Streit mit Mclaren-Mercedes kehrt Fernando Alonso zum Renault-Team zurück. Den Wechsel zu seinem sportlichen "Ziehvater" Flavio Briatore gab der Spanier auf seiner Internetseite bekannt.

Fernando Alonso kehrt zu seinem ehemaligen Formel-1-Team Renault zurück. Der zweimalige Weltmeister bestätigte die Einigung mit dem Rennstall von Teamchef Flavio Briatore auf seiner Internetseite (www.fernandoalonso.com). Wenig später teilte auch Renault die Einigung für 2008 mit.

Nach Angaben eines Renault-Sprechers läuft der Vertrag über zwei Jahre mit Option auf eine weitere Saison. Laut spanischen Medienberichten soll Alonso 35 Mill. Euro pro Jahr verdienen.

Erstmals wird die alte und neue Nummer eins des französischen Rennstalls vom 22. bis 24. Januar in Valencia im R28 zu Tests auf die Strecke gehen. Das zweite Renault-Cockpit wird der 21 Jahre alte Brasilianer Nelson Piquet Jr., der Sohn des dreimaligen Weltmeisters Nelson Piquet, besetzen, der 2007 Test- und Ersatzfahrer im Team war.

Alonso will ein neues Erfolgs-Kapitel schreiben

"Ich bin sehr glücklich. Bei Renault bin ich groß geworden. Es ist an der Zeit, gemeinsam ein neues Kapitel dieser Erfolgsgeschichte zu schreiben. Jeder weiß um die Klasse des Renault-Teams und kennt die unglaublichen Erfolge, die es in der Formel 1 erreicht hat. Ich habe die beiden Weltmeisterschaften, die wir zusammen 2005 und 2006 erreicht haben, nicht vergessen", wird Alonso zitiert. Neben der Fahrer-WM hatte er den Franzosen beide Male auch den Konstrukteurstitel beschert.

Der 26-Jährige Alonso, der sich danach Richtung Mclaren-Mercedes verschiedet hatte, will mit seinem alten Team die Erfolge einfahren, die ihm bei den "Silberpfeilen" verwehrt geblieben waren. "Renault ist ein Team, das weiß, was man braucht, um Erfolg zu haben", erklärte der Asturier aus Oviedo weiter.

Briatore glücklich über die Rückkehr

Sein sportlicher "Ziehvater" Briatore, unter dem Alonso seine größten Erfolge feierte, empfing seinen verlorenen Sohn mit warmen Worten. "Wir sind froh, dass Fernando wieder zurück nach Hause gekommen ist. Seine Fähigkeiten als Fahrer und Führungsfigur sind bekannt, wir blicken hoffnungsfroh nach vorne, erneut eine starke Partnerschaft schmieden zu können", sagte Briatore.

Damit geht für Alonso ein Jahr der Enttäuschungen versöhnlich zu Ende. Bei Mclaren-Mercedes hatte Alonso nicht nur die erfolgreiche Verteidigung des WM-Titels verpasst. Durch ständige Streitereien mit seinem Arbeitgeber und dem teaminternen Duell mit Shootingstar Lewis Hamilton beklagte Alonso schnell eine Benachteiligung.

Alonso fühlte sich von Mclaren-Chefs Ron Dennis gegenüber Hamilton schlechter gestellt, vermisste zudem die Anerkennung. Mclaren-Mercedes hielt dagegen und betonte stets, beiden Fahrern die gleichen Möglichkieten zu bieten. Endgültig zum Bruch kam es spätestens mit der 100-Millionen-Dollar-Strafe des Automobil-Weltverbandes FIA im Zuge der monatelang schwelenden Spionage-Affäre. Der ursprünglich auf drei Jahre ausgelegte Vertrag mit dem Spanier wurde nach nur einem Jahr wieder aufgelöst.

Nun soll für Alonso, der zuletzt bei mehreren Teams auf dem Wunschzettel für Weihnachten gestanden haben soll, der Schritt zurück eine bessere Zukunft bringen. Gemeinsam mit Nelson Piquet Jr. soll der als schwierig bekannte Alonso das Team wieder zurück an die Spitze der Königklasse führen. In der vergangenen Saison war es auf den vierten Platz hinter Ferrari, Mclaren-Mercedes und BMW-Sauber abgerutscht, rückte wegen der Streichung aller Konstrukteurspunkte für die "Silberpfeile" im Zuge der Spionage-Affäre aber noch auf Platz drei vor.

Ziel sei es, näher an die Podiumplätze heranzufahren. "Denn sie mussten dieses Jahr mehr als genug ertragen", erklärte Alonso und äußerte sich zuversichtlich. "Im vergangenen Jahr hatte ich die gleiche Aufgabe. Ich bin optimistisch, dass das wieder gelingen kann", schickte er einen letzten Gruß Richtung seines ehemaligen Arbeitgebers.

© SID

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