Motorsport Formel1
Alonso spürt keine negativen Schwingungen

Trotz des nicht zugelassenen Schwingungsdämpfers an seinem Renault sieht sich Fernando Alonso im Titelrennen der Formel 1 nicht im Nachteil: "Ich habe nicht die Spur von Angst", sagte der Spanier.

Fernando Alonso verbreitete im Glutofen Istanbul demonstrativ Zuversicht, doch die Formel-1-Welt glaubt nach dem Richterspruch gegen Renault an den achten Weltmeistertitel von Michael Schumacher. Die Augen hinter dicken Sonnenbrillengläsern versteckt, verkündete Alonso vor einer riesigen Presseschar, dass man nicht gegen die Entscheidung des Berufungsgerichts des Automobil-Weltverbandes FIA vorgehen werde.

"Wir akzeptieren die Situation. Ich habe nicht die Spur von Angst, wir holen uns den Titel. Dass wir die Schwingungsdämpfer nicht einsetzen können, wird keinen Einfluss haben. Michael Schumacher ist unter Druck, denn er liegt zurück", sagte der Renault-Pilot vor dem Großen Preis der Türkei am Sonntag (14 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL).

Das berühmte Pfeifen im Walde

Die Worte des Weltmeisters klangen wie das berühmte Pfeifen im Walde, denn mit dem nun verbotenen aerodynamischen Hilfsmittel geht Alonso ein Vorteil von geschätzten 0,3 Sekunden pro Runde verloren - eine Welt in der Formel 1. Auch im Fahrerlager spricht fast alles für Schumi, obwohl der 37-Jährige fünf Rennen vor Schluss noch zehn Punkte Rückstand auf Alonso hat. "Nach dem Verbot des Dämpferdings sieht es gut aus für Michael. Das war eine schlechte Nachricht für Renault", meinte Williams-Pilot Nico Rosberg. BMW-Pilot Nick Heidfeld wurde noch deutlicher: "Das wird Renault stärker treffen als Ferrari. Michael macht es, er wird Weltmeister."

Zuvor hatten in einer Umfrage der Abendzeitung sieben Teamchefs auf Schumacher als Champion getippt - an Alonso glauben neben seinem eigenen Boss Flavio Briatore nur noch sein künftiger Arbeitgeber Mclaren-Mercedes und Toyota. Kein Wunder, denn in den letzten beiden Rennen ohne das System zur Verringerung der "Nickbewegungen" des Renault hatte Alonso nur Platz fünf beim Großen Preis von Deutschland belegt und war in Ungarn ausgefallen.

Frust im Renault-Lagery

Entsprechend groß ist der Frust im Renault-Lager, auch wenn das Thema am Donnerstag offiziell für beendet erklärt wurde. Briatore hatte erklärt, "dass die FIA gegen uns spielt", und auch Alonso konnte sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: "Ich bin nicht die Person, die zu sagen hat, ob die Richterentscheidung fair ist. Aber es ist schon komisch, dass wir die Sache ohne Beanstandungen fast ein Jahr eingesetzt haben, und dann wird es plötzlich verboten."

Trotzdem glaubt der Spanier felsenfest an sich: "Wir haben hart gearbeitet, um neue Teile ans Auto zu bringen. Unser Reifenpartner Michelin hat hart gearbeitet. Ich weiß, dass fünfte Plätze ab jetzt nicht mehr reichen. Wir werden Ferrari schlagen."

© SID

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