Motorsport Formel1
Alonso stiehlt Ferrari in der Quali die Show

Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso startet am Sonntag beim Grand Prix von Italien von der Pole Position. Ferrari musste sich mit den Rängen drei und fünf begnügen, bester Deutscher ist Nick Heidfeld auf Position vier.

Fernando Alonso bleibt in der Formel 1 das Maß aller Dinge. Unter den Augen von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher hat der scheinbar von der Spionage-Affäre regelrecht angestachelte Titelverteidiger dem Erzrivalen Ferrari einen weiteren Dämpfer verpasst. Wie schon in den drei Trainingseinheiten zuvor raste der schwer unter Beschuss geratene Doppel-Weltmeister aus Spanien im Mclaren-Mercedes allen auf und davon und sicherte sich die Pole Position für den Großen Preis von Italien am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Monza.

"Das Auto ist extrem schnell. Hoffentlich können wir das auch im Rennen umsetzen", sagte der 26-Jährige, der in 1:21,997 Minuten seinen Teamrivalen Lewis Hamilton (Großbritannien) knapp auf Platz zwei verwies (1:22,034). Der 22 Jahre alte Shootingstar führt vor dem 13. der 17 Saisonrennen mit 84 Punkten vor Alonso (79) die WM-Wertung an.

Ferrari hofft auf den Sonntag

Die dahinter liegenden Ferrari-Piloten Felipe Massa aus Brasilien (69 Punkte/1:22,549) und der Finne Kimi Räikkönen (68/1:23,183) starten am Sonntag von den Positionen drei und fünf und konnten damit den Erwartungen der Tifosi nicht gerecht werden. "Unter Druck arbeiten wir am besten", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug, während Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo von einer Enttäuschung sprach, aber für den Sonntag Hoffnung machte: "Wir waren zuletzt in den Rennen häufig besser als im Qualifying."

Zünglein an der Waage könnte Nick Heidfeld im BMW-Sauber (1:23,174) sein, der als bester Deutscher auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Platz vier aus starten wird. "Ich freue mich über den Startplatz in der zweiten Reihe und habe ein gutes Gefühl für das Rennen. Ich habe eigentlich immer recht gute Starts, und ich hoffe, dass mir das auch hier gelingt, obwohl ich auf der schmutzigeren Fahrbahnseite stehe", geht der Mönchengladbacher optimistisch in das Rennen. Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) kam auf Position acht.

Erneut eine Enttäuschung erlebte Ralf Schumacher, der bereits nach dem ersten Durchgang als 18. ausgeschieden war. Damit teilte der Toyota-Pilot das Schicksal seines deutschen Kollegen Adrian Sutil (Gräfelfing), der sich nach dem guten Auftritt am Freitag im freien Training mit dem erstmals eingesetzten B-Modell im Qualifying mit Position 21 begnügen musste. Am Freitag hatte er sich im Spyker-Ferrari noch gegen Sebastian Vettel (Heppenheim) im Toro Rosso durchgesetzt, der von Platz 16 aus ins Rennen gehen wird.

Alonso weist Spekulationen von sich

Überlagert wurde das Qualifying erneut von den schweren Vorwürfen in der Spionage-Affäre gegen Mclaren-Mercedes und Alonso. Der Weltmeister hatte sich vor dem von seinem Rennstall auf Anraten der Anwälte verhängten Presseboykott in der Affäre noch einmal in spanischen Medien geäußert und dabei sämtliche Spekulationen dementiert.

Weder wolle er seinem jetzigen Team schaden, um einen Wechsel zu Renault zu forcieren, noch habe er sich etwas in der Affäre zu Schulden kommen lassen, sagte Alonso. Alles weitere sei nun Sache des World Motor Sport Council am Donnerstag, das Mclaren-Mercedes zur Anhörung vorgeladen hat, um den E-Mail-Verkehr zwischen Alonso und Ersatzfahrer Pedro de la Rosa (Spanien) und weitere Beweise in der Affäre zu erörtern.

© SID

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