Motorsport Formel1
Bartels versteht Mercedes-Personalpolitik nicht

Dass beim deutschen Formel-1-Team Mclaren-Mercedes kein deutscher Fahrer im Cockpit sitzt, ist für den ehemaligen Piloten Michael Bartels sehr schade. Vor allem die Verpflichtung von Heikki Kovalainen kritisiert Bartels.

Der deutsche Formel-1-Rennstall Mclaren-Mercedes geht mit den Piloten Lewis Hamilton (Großbritannien) und Heikki Kovalainen (Finnland) in die neue Saison und muss sich dafür die Kritik des ehemaligen Piloten Michael Bartel hat die Personalplanungen des Teams Mclaren-Mercedes kritisiert. "Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum ein deutscher Autobauer einem deutschen Fahrer keine Chance gibt. BMW hat mit Erfolg vorgemacht, wie sowas aussehen kann", sagte der 39-Jährige, der auch 2008 für das Vitaphone Racing Team aus Herborn in der FIA-GT-Meisterschaft startet, dem sid.

Insgesamt sechs deutsche Rennfahrer tummeln sich im nächsten Jahr in der Formel 1, doch im Silberpfeil sitzen ein Engländer und ein Finne, meint Bartels: "Nico Rosberg hätte man bestimmt aus dem Vertrag bei Williams rauskaufen können, und auch Adrian Sutil wäre für mich ein Kandidat gewesen. Es ist sehr schade, dass man in Stuttgart offenbar anders denkt."

Bartels würde Ralf Schumacher sofort nehmen

Der Hype um Jungstar Lewis Hamilton sei gut und schön, "aber was wäre das erst, wenn Mercedes mit einem deutschen Fahrer einen ähnlichen Erfolg gehabt hätte", sagt Bartels. Und der bei Toyota ausgemusterte Ralf Schumacher sei immer noch zu haben: "Den würde ich sofort nehmen, Ralf ist schnell und hat große Erfahrung."

Stattdessen hätte Mercedes den eher farblosen Finnen Kovalainen verpflichtet. Eine Entscheidung, die Bartels absolut nicht verstehen kann. Der Erfolg, den Mercedes einst mit Mika Häkkinen hatte, lasse sich nicht mit jedem Finnen wiederholen: "Natürlich war die Sache mit Mika genial, da hat alles gepasst. Deshalb aber gleich zu glauben, dass das mit jedem Finnen so funktioniert, ist ein großer Fehler, wie man am Beispiel Kimi Räikkönen gesehen hat." Der erlebte in seiner Leidenszeit bei den Silberpfeilen Pleiten, Pech und Pannen, wurde in dieser Saison allerdings bei Ferrari auf Anhieb Weltmeister - vor den beiden Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Fernando Alonso (Spanien).

Speed Academy ist eine "großartige Sache"

Mercedes müsse umdenken und verstärkt den deutschen Weg gehen, fordert Bartels, also konsequent den nationalen Nachwuchs fördern und dann auch in die Formel 1 bringen. Ein Förderprogramm wie bei der Speed Academy der Deutschen Post, aus dem die Talente Timo Glock (Wersau) und Nico Hülkenberg (Emmerich) hervorgegangen sind, ist laut Bartels eine "großartige Sache" und sei für Mercedes nur zu empfehlen. Glock gibt 2008 sein Formel-1-Debüt bei Toyota, Hülkenberg kommt als Testfahrer bei Williams zum Einsatz.

© SID

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