Motorsport Formel1
BMW-Sauber plant den nächsten Schritt

In der ersten Formel-1-Saison überraschte das Team BMW-Sauber mit zwei Podestplätzen. Auch 2007 soll das junge Team um Nick Heidfeld, Sebastian Vettel und Robert Kubica weiter für Schlagzeilen sorgen.

Mit zwei Podestplätzen war BMW-Sauber 2006 sogar dem eigenen Plan voraus, im nächsten Jahr soll der nächste Schritt Richtung Formel-1-Spitze folgen. "Wir sind dabei, ein junges Team nach vorn zu bringen, und wir verfolgen das Ziel, in einigen Jahren um den Titel zu kämpfen - je früher desto besser", sagt BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Die Super-Talente Robert Kubica und Sebastian Vettel sollen "im Team wachsen, damit sie zur selben Zeit reif für den WM-Titel sind wie der Rest des Teams".

Einen mehrstufigen Plan hatte die Mannschaft vor ihrer Premieren-Saison 2006 ausgegeben, in dem die dritten Plätze von Nick Heidfeld in Budapest und des erst 21 Jahre alten Polen Kubica in Monza noch gar nicht vorgesehen waren. "Das ganze Team darf darauf stolz sein. Gute Ergebnisse geben die Sicherheit, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass wir die richtigen Projekte anpacken, dass die Zusammenarbeit läuft und dass die Prozesse zueinander passen", erklärt Theissen: "Im kommenden Jahr ist es das Ziel, aus eigener Kraft weitere Podestplätze zu feiern. Wenn sich die Gelegenheit bietet, ein Rennen zu gewinnen, dann werden wir zur Stelle sein."

Heidfeld: "Die Luft nach oben wird einfach immer dünner"

Der Mönchengladbacher Heidfeld soll mit seinen 29 Jahren die Rolle des routinierten Teamleaders ausfüllen. "Er bringt genau die Portion Erfahrung und Teamkenntnis mit, die wir benötigen. Die jungen Piloten können sich von ihm viel abschauen und in Ruhe ihre eigenen Fähigkeiten entwickeln", sagt Theissen.

Heidfeld, mit 23 Punkten 2006 in der Fahrerwertung Neunter, dämpft allerdings die Erwartungen, zumal trotz des fünften Platzes (36 Punkte) in der Marken-WM der Abstand zu Honda (4. Platz/86 Punkte) enorm ist. Er hoffe zwar, "dass wir vielleicht Vierter werden können", aber das sei "ein extrem schwerer Weg. Die Luft nach oben wird einfach immer dünner." Aber Heidfeld sagt auch: "Wir wollen natürlich langfristig Rennen gewinnen, und da müssen wir uns ganz einfach steigern."

Glock kämpft noch um Testfahrer-Engagement

Die Infrastruktur wurde deshalb erheblich verbessert. Das Personal wurde bereits von 275 auf 400 Mitarbeiter aufgestockt. Mit der Erhöhung des Personalstandes auf rund 430 Beschäftigte am alten Sauber-Sitz in Hinwil/Schweiz sowie der Fertigstellung der neuen Fabrik im Herbst 2007 mit mehr Prüfständen, Entwicklungs- und Produktionseinrichtungen soll der Ausbau des Teams abgeschlossen werden. Im Windkanal wurde Ende Oktober auf drei Schichten umgestellt. Am 16. Januar 2007 soll in Valencia der neue F1.07 vorgestellt und zu ersten Testfahrten auf die Strecke geschickt werden.

Bei den ersten Wintertestfahrten hinterließ am Donnerstag GP2-Pilot Timo Glock bei insgesamt 100 Runden in Barcelona einen ordentlichen Eindruck. Bei einem zweiten Einsatz am 8. Dezember in Jerez will sich der frühere Jordan-Pilot aus Wersau für einen festen Testfahrer-Vertrag empfehlen.

Vettel soll weiter Erfahrung sammeln

Damit würde er beim Testen den erst 19 Jahre alte Sebastian Vettel aus Heppenheim unterstützen, der nach seinem phänomenalen Einstand als Freitagstester in diesem Jahr auch 2007 freitags regelmäßig zum Einsatz kommen wird. Der Vize-Meister der Formel-3-Euroserie wird aber "neben meinem Testprogramm weiter Rennen fahren, damit ich dazulernen kann".

Damit es nicht zu Terminüberscheidungen mit der Formel 1 kommt, geht Vettel künftig in der Renault World Series an den Start. 2005 siegte dort ein gewisser Robert Kubica und empfahl sich damit für einen Vertrag bei BMW-Sauber.

© SID

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