Motorsport Formel1
BMW-Sauber sieht sich "auf dem richtigen Weg"

BMW-Sauber geht den Großen Preis von San Marino am Sonntag in Imola voller Selbstvertrauen an. Motorsportdirektor Mario Theissen sieht sein Formel-1-Team "auf dem richtigen Weg" und auf Augenhöhe mit den Top-Teams.

Vor dem Europa-Auftakt der Formel 1 am Sonntag in Imola (14.00 Uhr/live in Premiere und RTL) ist die Stimmung beim BMW-Sauber-Team prächtig. "Es war zuletzt wirklich erfreulich zu sehen, dass unser Auto so gut läuft und wir so nah dran sind an den Top-Teams. Damit konnten wir zu diesem Zeitpunkt der Saison wirklich nicht rechnen", betonte Mario Theissen vor dem Großen Preis von San Marino. "Es zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind", fügte der Motorsportdirektor von BMW hinzu.

Ergebnis von Australien macht Mut

Besonders die Plätze vier und sechs von Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Jacques Villeneuve (Kanada) in Melbourne vor knapp drei Wochen haben beim Münchner Automobilhersteller Lust auf mehr gemacht. "Das gute Ergebnis von Australien hat den Enthusiasmus noch weiter angeheizt. Wir werden weiterhin hart arbeiten und uns noch einmal steigern", kündigte der 28-jährige Heidfeld voller Zuversicht an, bleibt aber trotz des erfreulichen Zwischenfazits der Weiß-Blauen auf dem Boden: "In Imola werden natürlich viele mit überarbeiteten Autos starten. Von daher können sich dort auch die Kräfteverhältnisse noch einmal etwas verschieben."

Mit insgesamt zehn Punkten aus den drei Überseerennen steht das BMW-Team, für das mit der Verkündung der Übernahme des Schweizer Sauber-Rennstalls im Juni vergangenen Jahres eine neue Zeitrechnung begann, derzeit besser da als erwartet. Der frühere BMW-Motorsportdirektor und einstige Formel-1-Pilot Gerhard Berger hatte bereits vor der Saison gesagt, dass Heidfeld und Villeneuve "für einen Sieg durchaus in Frage kommen".

Davon wollen die Verantwortlichen noch nichts wissen. Theissen, Baumeister des neuen Teams, will nicht von seinem Zeitplan abrücken. "Wir sollten schauen, dass wir unsere Position stabilisieren können und mit beiden Autos in die Punkte fahren. Das wäre für uns ein ausgezeichnetes Ergebnis", betonte Theissen. Der Anschluss zur absoluten Spitze soll dann in der nächsten Saison geschafft werden. "Das muss unser Ziel sein", bestätigte der mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestattete Heidfeld.

Im Vergleich zu den Top-Teams ist die Belegschaft von BMW-Sauber in München und im schweizerischen Hinwil mit insgesamt 315 Mitarbeitern noch relativ übersichtlich. Die große Herausforderung ist es deshalb, trotz rund 200 Leuten weniger das gleiche Entwicklungstempo wie die etablierten Rennställe zu erreichen. Die Vorzeichen stehen gut: Voraussichtlich Ende des Jahres soll der hochgelobte Windkanal in Hinwil nicht mehr im Zwei-, sondern im Drei-Schicht-Betrieb und damit im 24-Stunden-Einsatz sein. "Manche Maßnahmen greifen erst bis Ende 2007, die ersten Früchte aber erwarten wir schon in dieser Saison", verriet BMW-Entwicklungsvorstand Burkhard Göschel.

Kubica auf dem Vormarsch

Während Heidfeld (Theissen: "Nick hat mit dem richtigen Material das Zeug, Weltmeister zu werden") erstmals in seiner Karriere fest im Sattel sitzt, erwächst Villeneuve Konkurrenz im eigenen Team. Der Weltmeister von 1997, der wegen eines noch laufenden Vertrages von Sauber übernommen wurde, hat zwar einen guten Saisonstart gezeigt. Der junge Testfahrer Robert Kubica aus Polen sorgte allerdings an seinen ersten drei GP-Wochenenden sowie bei Testfahrten schon für Furore. "Wenn sich Kubica so weiterentwickelt, hat er Ende des Jahres Rennreife", sagte Theissen der Sport Bild.

© SID

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