Motorsport Formel1
BMW-Übernahme von Sauber auf Eis gelegt

Peter Sauber ist mit seinem Plan gescheitert, das BWM-Sauber-Team zu übernehmen. Damit ist ein Platz im Starterfeld 2010 vorerst in weite Ferne gerückt.

Der bisherige Teilhaber Peter Sauber ist mit seinem Plan gescheitert, das Formel-1-Team von BMW-Sauber zu übernehmen. Die Verhandlungen mit BMW wurden am Mittwochabend ergebnislos beendet. "Der uns vorgegebene enge Zeitrahmen hat nicht ausgereicht, um mit den Interessenten und Investoren eine Lösung für solch eine komplexe Transaktion zu finden", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

Seit Bekanntgabe der strategischen Neuorientierung von BMW habe man alles versucht, um eine schnelle Einigung über einen Verkauf des Teams am Standort Hinwil zu erzielen. "Dies ist leider trotz aller Anstrengungen erfolglos geblieben", so Theissen. Peter Sauber ließ mitteilen, er habe deshalb auch das "Concorde Agreement, welches Zahlungen in Millionenhöhe garantiert und die Zukunft des Teams gesichert hätte, nicht unterschreiben" können. Wie Theissen erklärte, sei es nun das Ziel, in den kommenden Wochen mit potentiellen Interessenten und Peter Sauber eine Lösung zu finden.

Der Schweizer Sauber will unterdessen weiter versuchen, einen Platz im Starterfeld für 2010 zu erhalten. BMW hatte in der vergangenen Woche überraschend seinen Ausstieg aus der Formel 1 zum Saisonende verkündet. "Wir haben in der kurzen Zeit bereits Investoren und Sponsoren gefunden und werden nun gemeinsam mit ihnen an der Zukunft des Teams arbeiten", sagte Sauber.

In den vergangenen Tage hatte es Spekulationen gegeben, Sauber könne das BMW-Team gemeinsam mit dem früheren Weltmeister Nelson Piquet übernehmen. Piquet hatte allerdings in Schweizer Medien dementiert, an einem Einstieg bei BMW-Sauber interessiert zu sein.

Noch am Mittwoch hatte die Teamvereinigung Fota erklärt, man halte Sauber die Möglichkeit zur verspäteten Unterschrift unter das Concorde Agreement offen. Mit der Unterschrift von Max Mosley für den Automobil-Weltverband FIA war die neue "Verfassung" der Formel 1 zwischen der FIA, den kommerziellen Rechtehaltern und den Teams bis 2012 in Kraft getreten und die monatelangen Streitereien um die zukünftigen Regeln beendet worden.

© SID

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