Motorsport Formel1
BMW und Mercedes stehen zum Ausstieg der Fota

Die Entscheidung zum Formel-1-Ausstieg der Fota zum Saisonende haben BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen und Mercedes-Sportchef Norbert Haug als einzig richtigen Weg verteidigt.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen und Mercedes-Sportchef Norbert Haug haben die spektakuläre Entscheidung der Teamvereinigung Fota verteidigt und den Formel-1-Ausstieg zum Saisonende als einzig richtigen Weg bezeichnet. Beide machten den Automobil-Weltverband FIA mit Präsident Max Mosley an der Spitze für die verfahrene Situation verantwortlich.

"Die Fota hat sich bis zum Schluss um eine Einigung bemüht. Leider ist die FIA von ihrer starren Haltung nicht abgerückt und hat darauf bestanden, dass sich die Teams zuerst einschreiben müssen und erst anschließend über die Regeln verhandelt wird. Das war für uns nicht akzeptabel", sagte Theissen.

Haug ist für "positives Miteinander"

Haug betonte, dass man diesen Weg gehen und seinen Prinzipien treu bleiben müsse. "Es geht nicht um Machtübernahme, Geld oder Diktieren, sondern um eine saubere Balance und ein positives Miteinander. Es müssen gleiche Voraussetzungen herrschen. Wir waren kooperativ und sind es noch", sagt der Mercedes-Sportchef.

Insgesamt acht Teams werden der WM den Rücken kehren und 2010 in einer eigenen Rennserie an den Start gehen. Neben BMW-Sauber und Mclaren-Mercedes gehören Brawn, Ferrari, Red Bull, Renault, Toro Rosso und Toyota zu den "Rebellen". Theissen: "Die Fota sieht sich gezwungen, die Vorbereitungen für eine alternative Meisterschaft voranzutreiben."

Theissen sieht Veränderung gelassen und die Fans im Vordergund

Sorgen über das Niveau der "Piratenserie" macht sich Theissen nicht. "In der von der Fota organisierten Serie werden die besten Fahrer und die besten Teams gegeneinander antreten. Das geschieht nach einem stabilen Reglement und in einer transparenten Führungsstruktur", sagt der BMW-Motorsportdirektor.

Theissen betont, dass man die Wünsche der Fans berücksichtigen werde, von denen man insbesondere in den vergangenen Wochen sehr viel Unterstützung erhalten habe. Die Fota habe sich seit ihrer Gründung im September vergangenen Jahres dafür eingesetzt, die Kosten in der Formel 1 zu senken, die Attraktivität zu steigern und unabhängige Teams zu unterstützen, sagte Theissen weiter: "In dieser kurzen Zeit wurde so viel erreicht wie nie zuvor in der Geschichte der Formel 1."

© SID

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