Motorsport Formel1
BMW und Mercedes wollen Ferrari hinter sich lassen

17 Tage vor dem ersten Formel-1-Saisonrennen geben sich die deutschen Automobilhersteller Mercedes und BMW zuversichtlich. Beide wollen den Doppelweltmeister Ferrari angreifen.

Noch 17 Tage bis zum ersten Rennen der neuen Formel-1-Saison, und die deutschen Automobilhersteller Mercedes und BMW geben sich optimistisch. Beim Großen Preis von Australien in Melbourne am 16. März sind die beiden Titelanwärter laut Mercedes-Sportchef Norbert Haug und BMW-Pilot Nick Heidfeld nach Abschluss der letzten Testfahrten bereit, den Kampf mit Weltmeister Ferrari aufnehmen zu können.

"Wir haben über 14 000 Kilometer zurückgelegt, mehr als 45 Grand-Prix-Distanzen also und somit auch einiges mehr als in einer Saison von einem Team an Rennkilometern gefahren wird", sagte Haug und zog ein positives Fazit der knapp zwei Monate langen Vorbereitungsphase mit dem am 7. Januar in Stuttgart vorgestellten Mclaren-Mercedes MP4-23. "Wir waren von Beginn an zuverlässig und schnell und haben unseren Speed in den zurückliegenden zwei Monaten deutlich gesteigert", meinte Haug: "Ob genügend, werden wir wie alle Formel-1-Interessierten allerdings erst in gut zwei Wochen in Melbourne erfahren."

Heidfeld: "Haben uns enorm gesteigert"

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, 2007 Fünfter der WM-Wertung, zeigte sich vor allem mit der Weiterentwicklung seit der Präsentation des BMW-Sauber F1.08 am 14. Januar in München und der ersten Ausfahrt einen Tag später zufrieden. "Wir haben uns seit dem Roll-out in Valencia enorm gesteigert", meinte "Quick Nick", der sich aber mit einer Einschätzung der Konkurrenz noch schwer tut. "Selbst für uns Piloten war es schon lange nicht mehr so schwierig, sich eine Meinung über die wahren Kräfteverhältnisse in der Formel 1 zu bilden. Die Testergebnisse der großen Teams waren dazu einfach zu unterschiedlich", sagte der 30-Jährige.

Für Mclaren-Mercedes wären nach dem schwierigen letzten Jahr mit dem knapp verpassten WM-Titel und vor allem der Spionage-Affäre, die mit Hausdurchsuchungen für die italienische Justiz am Mittwoch im Mclaren-Hauptquartier und in den Häusern leitender Teammitglieder immer noch nachwirkt, positive Ergebnisse auf der Strecke besonders wichtig. "Die Vorsaison war extrem hart und extrem anstrengend, aber auch extrem ergiebig", sagte Haug, der allen Teammitgliedern für die "engagierte und konzentrierte Arbeit" der letzten Wochen dankte. "Jedem Einzelnen von ihnen geht es nicht anders als mir, wenn sie sich eine Belohnung für ihren großen Einsatz wünschen", meinte der Schwabe: "Denn einen Punkt mehr als der beste Konkurrent zu machen ist einfach viel zufriedenstellender als einen Punkt weniger wie im letzten Jahr."

© SID

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