Motorsport Formel1
BMW und Mercedes ziehen positives Saison-Fazit

Am Sonntag steht beim Grand Prix in Brasilien die wichtigste Entscheidung der Formel-1-Saison 2007 an. Bereits vor dem Finale in Sao Paulo ziehen die deutschen Autobauer Mercedes und BMW eine positive Bilanz.

Die Formel-1-Saison 2007 neigt sich dem Ende. Zeit für die Top-Teams, eine erste Bilanz zu ziehen. Nach einem Jahr voller Emotionen, Skandale und Überraschungen fällt das Fazit der beiden deutschen Autobauer Mercedes und BMW schon vor dem Finale am Sonntag (18 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) in Sao Paulo positiv aus.

Haugs Dank gilt "jedem einzelnen Teammitglied"

"Wir haben bisher mit unseren Fahrern mehr Punkte als jedes andere Team gemacht. Bei schwierigsten Bedingungen hat unsere Mannschaft am besten und erfolgreichsten von allen gearbeitet, und dafür bedanke ich mich bei jedem einzelnen Teammitglied", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug im Doppel-Interview des Sport-Informations-Dienstes (sid).

Spionage-Affäre, Rekord-Geldstrafe von 100 Mill. Dollar und die Aberkennung aller Punkte in der Konstrukteurs-WM haben natürlich auch bei Haug Spuren hinterlassen. Der Aufstieg von Lewis Hamilton vom Neuling zum angehenden Weltmeister habe allerdings für vieles entschädigt, meint der Mercedes-Sportchef: "Das war sicher der schönste Moment in dieser Saison."

Theissen rundum zufrieden

Rundum zufrieden ist BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen. Das Team könne stolz auf das Erreichte sein: "Platz vier war Pflicht, Rang drei die Kür." Und am Grünen Tisch habe man sogar Platz zwei zugesprochen bekommen. Man dürfe sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sagt Theissen und richtet den Blick schon nach vorn: "Es sind noch vier Autos schneller als wir, und die wollen wir auf der Strecke schlagen."

Es habe ihn schon überrascht, so Theissen, dass sich das Team von Anfang an als dritte Kraft präsentiert habe und diese Position praktisch in jedem Rennen unter Beweis stellen konnte. So habe man die angestrebten Podiumsplätze aus eigener Kraft erzielt. Man sei dabei gelegentlich auch in die Phalanx der Top-Teams eingebrochen: "Wir sind auf dem richtigen Weg."

Kubicas Horror-Crash bitterste Stunde für BMW

Die bitterste Stunde habe das Team in Montreal erlebt, als der Pole Robert Kubica einen Horror-Unfall wie durch ein Wunder nahezu unverletzt überstand: "Die Minuten bis zur erlösenden Nachricht waren quälend lang." Sportlich sei das Rennen für das Team jedoch herausragend gewesen, denn in Kanada habe Nick Heidfeld mit Platz zwei das bislang beste Resultat für BMW-Sauber eingefahren. "Insofern war dieses Wochenende für uns ein gefühlter Doppelsieg", meint Theissen.

Für Haug war die harte Strafe durch den Automobil-Weltverband FIA wegen der Spionage-Affäre der schlimmste Moment. Das wolle er aber nicht weiter kommentieren, sagt der Mercedes-Sportchef: "Wir haben mit dem Thema abgeschlossen."

Gefreut habe ihn, dass der befürchtete Einbruch im Jahr eins nach Michael Schumacher in Deutschland ausgeblieben sei. Die Gründe dafür lägen auf der Hand: "Der Sport hat große Qualität und enorme Spannung geboten, auf der politischen Bühne war mehr los denn je - auch dies schaffte immer mehr Interesse für die Formel 1." Dabei standen die Silberpfeile von Anfang bis Ende im Blickpunkt. Sein Team habe im Wechsel höchstes Lob und härteste Kritik erfahren.

Theissen hat das anhaltende Interesse an der "Königsklasse" nicht überrascht, denn das Produkt Formel 1 sei stark genug: "Sicherlich haben viele Fans Michael Schumacher am Anfang der Saison vermisst. Doch der Titelkampf und die vielen deutschen Talente sorgten früh für viel Gesprächsstoff.""Schumi" sei einzigartig, so Theissen, doch jetzt würden andere starke Fahrer, andere Persönlichkeiten und Charaktere die Formel 1 bestimmen.

© SID

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