Motorsport Formel1
BMW will weiter "in die Punkte fahren"

Die Achtungserfolge in der laufenden Formel-1-Saison haben beim BMW-Rennstall offenbar Lust auf mehr gemacht. "2007 wollen wir Podestplätze", zeigte sich BMW-Motorsportchef Mario Theissen selbstbewusst.

Nach dem hervorragenden Start in die laufende Formel-1-Saison herrscht beim BMW-Rennstall weiterhin eine positive Aufbruchstimmung. "In diesem Jahr wollen wir weiter stabil aus eigener Kraft in die Punkte fahren, aber 2007 wollen wir Podestplätze", sagt BMW-Motorsportchef Mario Theissen beim Großen Preis der USA. Ein internes Ziel, wann die Blau-Weißen den Weltmeistertitel angreifen wollen, gibt es auch schon - "aber der Termin wird nicht verraten".

Rennstall schon viel weiter als erwartet

Mit der Jahreszahl 2009 wird man nicht so falsch liegen, denn spätestens ein Jahr zuvor soll es den ersten Sieg geben. Eine sehr realistische Vision, denn nach der Trennung vom eigenwilligen Williams-Team und der Übernahme des Schweizer Sauber-Teams für geschätzte 80 Mill. Euro ist der neue Rennstall bei Halbzeit der Premieren-Saison schon viel weiter als erwartet. Als derzeitiger WM-Fünfter ist BMW gegenüber dem Sauber-Resultat von 2005 schon um drei Plätze aufgestiegen, war zuletzt schon die vierte Kraft hinter den großen Drei Renault, Ferrari und Mercedes.

"Wir waren immer überzeugt, dass der Neuanfang der richtige Schritt war. Nach einem halben Jahr der auf zwei Jahre angelegten Aufbauzeit können wir sehr zufrieden mit der Bilanz sein, da wächst ein tolles Team zusammen", meint Theissen. Schon bei WM-Halbzeit hat das Team so viele Punkte wie Vorgänger Sauber im ganzen letzten Jahr gesammelt. "Da werden Schumacher oder Alonso vielleicht drüber lachen, aber dass ich zuletzt immer in die Punkte gefahren bin, ist ein riesiger Erfolg für mich und das Team", sagt der schon einmal auf Rang vier gefahrene "Quick" Nick Heidfeld und unterstreicht das Firmenziel: "Keine Frage, irgendwann will ich Weltmeister werden."

"Mehr Testkilometer abgespult als Sauber in der gesamten Saison"

Dazu expandiert BMW, das nach nach Informationen von Businessf1 mit 290 Mill. Euro schon jetzt den viertgrößten Etat aller Teams hat, gewaltig. Die Aufstockung der Mitarbeiterzahl um 100 auf 400 ist schon zum überwiegenden Teil abgeschlossen, in Kürze wird mit dem Ausbau der Fabrik im Schweizer Hinwil begonnen. Statt in einer wird im Windkanal bereits in zwei Schichten gearbeitet und bis Saisonende sollen es drei sein. "Dazu kommt, dass wir wie die Toprennställe jetzt ein separates Testteam haben. So haben wir schon mehr Testkilometer abgespult als Sauber in der gesamten letzten Saison", berichtet Theissen stolz.

Aufgefallen mit Bestzeiten im freien Training und starken Auftritten ist dabei der polnische Testfahrer Robert Kubica. "Er hat die Erwartungen deutlich übererfüllt", lobt Theissen. Die Entscheidung über das zweite Cockpit neben dem mit einem Drei-Jahres-Vertrag ausgestatteten Nick Heidfeld soll aber erst zum Saisonende fallen. Schließlich will auch Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve (Kanada) bleiben - weil sich "hier ein großes Team entwickelt".

© SID

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