Motorsport Formel1
Brawn-GP-Team auch Favorit in Malaysia

Nach dem Triumph in Australien ist das Team von Ross Brawn auch Favorit für das nächste Rennen in Malaysia. Norbert Haug glaubt, dass Brawn GP in Melbourne nicht alles gezeigt hat.

Nach dem Doppelsieg beim Saisonauftakt ist das neue Brawn-Team auch für den zweiten Formel-1-Lauf am kommenden Sonntag in Kuala Lumpur (11.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) der Top-Favorit. "Wenn Brawn so fährt, wie es in Melbourne ausgesehen hat, dann werden sie in Malaysia einen noch größeren Vorteil haben", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug am Dienstag in Melbourne in einer Telefonkonferenz: "Ich glaube, dass Jenson Button nicht so schnell gefahren ist, wie er konnte, sondern nur so schnell, wie er musste."

Der Brite Button und sein brasilianischer Teamkollege Rubens Barrichello hatten in Australien dem Nachfolge-Team des früheren Honda-Rennstalls gleich bei seinem ersten Rennen einen Doppelsieg beschert.

"Brawn ist nicht das Ein-Euro-Team"

Für Haug, der sich zumindest als Motorenlieferant über den Doppelsieg mitfreuen durfte, kam das allerdings angesichts der Vorgeschichte nicht überraschend. "Brawn ist nicht das Ein-Euro-Team. Dieses Auto ist das komplexeste, an dem im letzten Jahr mit den meisten Leuten, der meisten Zeit und dem meisten aerodynamischen Aufwand entwickelt wurde", verwies Haug darauf, dass Teamchef Ross Brawn noch zu Honda-Zeiten frühzeitig in der Saison 2008 alle Anstrengungen auf den Boliden für 2009 konzentriert hatte.

Die umstrittenen Doppel-Diffusoren, die Brawn wie auch Toyota und Williams in Melbourne verwendeten, hält auch Haug für nicht regelkonform, will sie aber auch nicht als Ausrede benutzen. "Red Bull hat ja gezeigt, dass auch ohne diesen Diffusor ihr Speed gut ist", sagte der Schwabe.

Haug wartet jetzt wie alle in der Königsklasse gespannt auf die Entscheidung des Berufungsgerichtes des Automobil-Weltverband FIA am 14. April in Paris, das von Ferrari, Renault und Red Bull angerufen wurde. Erste Überlegungen, ebenfalls einen solchen Diffusor zu entwickeln, gebe es bei Mclaren-Mercedes auch schon, wie Haug einräumte: "Natürlich muss man sich schon jetzt darauf vorbereiten, wenn diese Regelauslegung legal wird. Ich bin sicher, dass alle Teams das schon untersuchen."

© SID

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