Motorsport Formel1
Deutsche Formel-1-Stars im Rampenlicht

Gleich fünf deutsche Formel-1-Piloten messen sich ab Freitag beim Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring mit den Spitzenteams Mclaren-Mercedes und Ferrari. Neuling Markus Winkelhock gibt dabei sein Debüt.

Das Rennen trägt zwar offiziell den Namen Großer Preis von Europa, doch das Formel-1-Gastspiel auf dem Nürburgring ist in diesem Jahr so deutsch wie noch nie. Nach der Verpflichtung von Markus Winkelhock durch Spyker sind erstmals auf dem GP-Kurs fünf deutsche Fahrer am Start. Mclaren-Mercedes und BMW-Sauber kämpfen um den Sieg und Podiumsplätze.

Als I-Tüpfelchen gibt es für die Fans am Sonntag auch noch ein Wiedersehen mit dem zurückgetretenen Rekord-Weltmeister Michael Schumacher. Der 38-jährige Kerpener wird vor dem zehnten von 17 WM-Läufen am Sonntag (14.00 Uhr) selbst mit einer Ehrenrunde "seine" Kurve, das "Michael-Schumacher-S", einweihen. Schumacher wird als erstem Rennfahrer ein Streckenabschnitt auf dem Ring gewidmet.

Schumacher: Eine hohe Ehre für mich

"Das ist für mich eine hohe Ehre. Mit dem Nürburgring verbinde ich sehr viele gute Erinnerungen", sagte Schumacher, der in der Eifel fünfmal triumphierte: "Vor allem die große Zahl der Fans, die mich dort immer angefeuert haben und auch hinter mir standen, wenn es mal nicht so gut lief, wird mir stets im Gedächtnis bleiben."

Diesen Fans wird er sich am Sonntag noch einmal zeigen und danach aufmerksam beobachten, wie sich seine Nachfolger schlagen. Neben seinem Bruder Ralf (Toyota) und dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld (BMW-Sauber), dem Wiesbadener Nico Rosberg (Williams) und Neuling Adrian Sutil aus Gräfelfing (Spyker) wird auch Winkelhock um WM-Punkte kämpfen.

"Für mich wird ein Traum wahr", sagte der 27-Jährige, nachdem er von Spyker-Teamchef Colin Kolles grünes Licht erhalten hatte. Der Schwabe aus Berglen-Steinach, dessen Vater Manfred bis zu seinem tödlichen Unfall am 11. August 1985 bei einem Sportwagenrennen in Mosport/Kanada in der Formel 1 insgesamt 47 Rennen bestritt, wird am Ring den entlassenen Niederländer Christijan Albers ersetzen. "Es ist schön, dass ich Markus für seine Geduld und Loyalität in den letzten 18 Monaten belohnen kann", erklärte Kolles.

Mclaren-Mercedes will den Ton angeben

An der Spitze des Fahrerfeldes will unterdessen wieder Mclaren-Mercedes den Ton angeben. Ein Triumph von WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Großbritannien/70 Punkte) oder dem zweitplatzierten Weltmeister Fernando Alonso (Spanien/58) an der Wiege des "Silberpfeil"-Mythos wäre die richtige Antwort auf die beiden Siege von Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen (Finnland/52) zuletzt in Magny-Cours und Silverstone.

Hinter Mclaren-Mercedes und Ferrari will BMW-Sauber weiter für Furore sorgen, obwohl der WM-Fünfte Nick Heidfeld (33 Punkte) mit den Gedanken bei seiner Freundin Patricia in der Schweiz sein dürfte, die ihr zweites Kind erwartet. Der berechnete Geburtstermin ist der kommende Dienstag. "Es kann aber jeden Tag losgehen", sagte Heidfeld, der unmittelbar nach dem Rennen mit einem von BMW gecharterten Privatflugzeug nach Hause fliegen wird.

© SID

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