Motorsport Formel1
Deutsche Formel-1-Veranstalter wollen abspecken

Angesichts sinkender Zuschauerzahlen und finanzieller Probleme des Hockenheimrings gehen die Betreiber des Nürburgrings in die Offensive: Es soll künftig nur noch ein Rennen auf deutschem Boden geben.

Die Veranstalter der deutschen Formel-1-Rennen wollen sich eine Schlankheitskur verordnen: Die Formel 1 könnte in Zukunft nur noch einmal pro Saison in Deutschland Station machen. Diesen Vorschlag machen die Betreiber des Nürburgrings als Reaktion auf die Finanzkrise des Hockenheimrings und die eigenen wirtschaftlichen Probleme. "Vielleicht ist es ratsam, dass man in Deutschland das Formel-1-Rennen abwechselnd auf dem Nürburgring und dem Hockenheimring veranstaltet", sagte der Hauptgeschäftsführer Walter Kafitz von der Nürburgring Gmbh in einem Interview mit dem Bonner General-Anzeiger.

Ecclestone hat angeblich zugestimmt

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone soll dem Vorschlag aus der Eifel, wo bislang jährlich der Große Preis von Europa stattfindet, bereits zugestimmt haben. "Das ist zumindest eine Idee von uns. Sie würde von Bernie Ecclestone begrüßt. Eccelstone ist informiert. Es ist ja bekannt, dass er Formel-1-Rennen in möglichst vielen Ländern weltweit veranstalten will", erklärte Kafitz. Gespräche mit den Betreibern des Hockenheimrings als Schauplatz des Deutschland-Grand-Prix dagegen hätten noch nicht stattgefunden.

Die Zahlen von 2002 sind nicht mehr erreichbar

Als Hauptgrund für die sinkenden Einnahmen der Rennstrecken sieht Kafitz den Zuschauerrückgang: "In der Tat haben die Rennstrecken finanzielle Probleme mit der Formel 1. Wir haben früher viel Geld an der Formel 1 verdient, diese Zeiten sind jetzt vorbei. Die Zahlen von 2002, als wir am Grand-Prix-Wochenende 350 000 Zuschauer am Nürburging hatten, werden sich nur schwer wiederholen lassen."

Die Diskussion über den Formel-1-Standort Deutschland war in den zurückliegenden Tagen aufgekommen, weil dem Hockenheimring das Aus droht. Nach Lage der Dinge kann offenbar nur eine finanzielle Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg die drohende Pleite verhindern.

© SID

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