Motorsport Formel1
Deutsche Sportstars loben Vettel

Franziska van Almsick und Franz Beckenbauer haben Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel mit Lobeshymnen überschüttet. Boris Becker warnte unterdessen vor falschen Vertrauten.

Franz Beckenbauer ist tief beeindruckt, Franziska van Almsick war bewegt und Boris Becker spricht eine Warnung aus: In der Bild am Sonntag haben drei von Deutschlands größten Sportstars ihren großen Respekt vor Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel bekundet.

Der frühere Schwimm-Star van Almsick erklärte: "Schon lange hat mich keine Sportübertragung mehr so berührt. Seine Tränen nach dem Sieg, seine Freude, das wirkte alles so authentisch, so liebenswert, so bewegend. Ich habe eine richtige Gänsehaut bekommen. Es war nicht nur eine sportliche Sensation, sondern ein Wink für alle Deutschen."

Van Almsick, mit 14 bereits vierfache Medaillen-Gewinnerin bei Olympia, traut dem mit 23 Jahren jüngsten Formel-1-Champion der Geschichte zu, den nun weltweiten Ruhm zu verkraften. "Es wird sich einiges ändern, und er wird uns beweisen, dass er mit der neuen Rolle umgehen kann", sagte sie: "Ich traue ihm zu, dass er das lässig bewältigt. Er wirkt so bodenständig, er kommt aus einer intakten Familie - die scheint sein sicherer Hafen zu sein."



"Da besteht ein Ur-Vertrauen, das nicht zu ersetzen ist"

Auch Beckenbauer, Weltmeister als Spieler und Trainer, hob ebenfalls die charakterlichen Eigenschaften Vettels hervor. "Ich kenne ihn zwar nicht persönlich. Aber er ist sehr sympathisch und wirkt viel reifer, als es seine 23 Jahre aussagen. Ich glaube, er ist sehr erwachsen", sagte der "Kaiser". Deshalb ist Beckenbauer auch der Meinung, dass der von Vater Norbert betreute Vettel keinen Manager braucht. "Die Familie ist natürlich das Beste. Das passt bei Vettel zu 100 Prozent. Da besteht ein Ur-Vertrauen, das nicht zu ersetzen ist", sagte er: "Zu einem Berater von außen muss man Vertrauen erst mal aufbauen. Und ich halte Vettel für so clever, dass er seine Verträge selbst aushandeln kann."

Boris Becker, einst mit 17 Jahren Sensations-Sieger in Wimbledon, warnte den Hessen vor falschen Vertrauten. "Jetzt wird er plötzlich unglaublich viele gute Freunde, gute Bekannte haben, jeder wird ihm Ratschläge geben und ihm sagen wollen, was er als nächstes zu tun hat", meinte Becker: "Ich hoffe, dass er jetzt den Freunden, die ihn in den letzten Wochen und Monaten begleitet haben, treu bleibt und nicht ganz so viel auf die Schulterklopfer gibt, die jetzt kommen werden. Ich wünsche ihm vor allem, dass er seinen Charme und seinen Humor behält."

© SID

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