Motorsport Formel1
Doppel-Pole für Ferrari in Malaysia

Ferrari-Pilot Felipe Massa startet Sonntag beim Grand Prix von Malaysia aus der Pole Position. Zweiter im Training wurde Weltmeister Kimi Räikkönen vor Heikki Kovalainen im Mclaren.

Ferrari-Pilot Felipe Massa startet Sonntag beim Grand Prix von Malaysia von der Pole Position. In Sepang dominierte der Brasilianer das Qualifying zusammen mit seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen nach Belieben. Massa setzte in Kuala Lumpur in 1:35,748 Minuten die Bestzeit, Weltmeister Räikkönen fuhr in 1:36,230 Minuten auf Rang zwei.

Australien-Sieger Lewis Hamilton kam im Mclaren-Mercedes in 1:36,709 Minuten nur auf den vierten Rang und musste dabei sogar noch seinen Teamkameraden Heikki Kovalainern (1:36,613) vorbeiziehen lassen.

Für Norbert Haug besteht aber kein Grund zur Beunruhigung: "Die Ausgangsposition ist gut und unser Rennspeed auch. Glückwunsch an Ferrari zur ersten Startreihe", sagte der Mercedes-Sportchef und hofft: "Vielleicht können wir im Rennen die Reihenfolge umdrehen. Wenn es allerdings regnet, ist alles möglich."

Schnellster Deutscher war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber auf Platz sieben. "Quick Nick" war jedoch stocksauer auf einige seiner Fahrerkollegen, die auf der Auslaufrunde extrem langsam unterwegs gewesen seien und ihn dadurch massiv behindert hätten. Vor allem die beiden Mclaren-Mercedes hätten ihm im Weg gestanden, schimpfte der 30-Jährige: "Die waren ja voll auf der Ideallinie und haben mehr oder weniger geparkt."

Heidfeld mosert über Mclaren-Mercedes

Heidfeld beschwerte sich danach auch bei der Rennleitung. Was Hamilton und Kovalainen getan hätten, könne man vielleicht machen, um Benzin zu sparen, das sollte man aber nicht auf der Ideallinie tun. "In meinen Augen war das nicht richtig. Dadurch habe ich beim Anbremsen zwei Zehntel und Platz drei verloren", begründete er die Beschwerde.

Völlig happy war dagegen Massa, dessen Team nach Melbourne als Pannentruppe verspottet worden war. "Was im letzten Rennen passiert ist, war einfach unglaublich. Heute haben wir den richtigen Ferrari gesehen. Jetzt kann die Saison losgehen", meinte der Brasilianer nach der zehnten Pole Position seiner Karriere.

Heidfeld hat sich nach dem Super-Auftakt in Australien, wo er den zweiten Platz belegt hatte, auch für Malaysia viel vorgenommen. "Ich kann nicht nur die Deutschen schlagen. Auch alle anderen. Sei es Kimi oder Alonso. Das Selbstvertrauen habe ich", sagte "Quick Nick" im Bild-Interview. Er habe das Gefühl, dass er an seinem ersten Sieg näher dran sei als jemals zuvor.

Aus dem Zweikampf an der Spitze will er so schnell wie möglich einen Dreikampf machen, das jedenfalls sei sein Wunsch. Trotz aller Euphorie versucht der 30-Jährige, den Blick für die Realität nicht zu verlieren. "Die Saison ist noch lang, da kann noch viel passieren", meinte Heidfeld. Deshalb bleibe das Ziel seines Teams für 2008 auch bestehen: "Wir wollen unseren ersten Sieg einfahren."

Timo Glock (Wersau) schaffte im Toyota auf Platz zehn den Sprung in die Top Ten. Sebastian Vettel (Heppenheim), am Vortag im freien Training Fünfter, kam im Toro-Rosso-Ferrari nicht über Position 15 hinaus. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden), in Melbourne Dritter hinter Heidfeld, enttäuschte auf Platz 16. Deutsches Schlusslicht war erneut Adrian Sutil (Gräfelfing), der im Force-India-Ferrari auf Rang 20 landete.

© SID

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