Motorsport Formel1
Ecclestone hofft auf Todt als FIA-Boss

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat sich für Jean Todt als neuen FIA-Präsidenten ausgesprochen. Der ehemalige Sportdirektor von Ferrari kandidiert gegen den Finnen Ari Vatanen.

Im Kampf um den Posten des FIA-Präsidenten hat der frühere Ferrari-Generaldirektor Jean Todt Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone als einflussreichen Fürsprecher. "Ich kenne Jean seit vielen Jahren. Er ist eine höchst verlässliche, begabte und vertrauenswürdige Person. Er verschreibt sich jedem Ziel, das er sich setzt, und ich bewundere und respektiere ihn für alles, was er erreicht hat", sagte Ecclestone in einem von Todts Wahlkampfteam verbreiteten Newsletter. Gegenkandidat des Franzosen bei der Generalversammlung des Automobil-Weltverbandes am 23. Oktober in Paris ist der frühere Rallye-Weltmeister Ari Vatanen aus Finnland.

Nachdem bereits Amtsinhaber Max Mosley den FIA-Verbänden Todt als seinen Nachfolger empfohlen hatte und ihn im Wahlkampf unterstützt, fand jetzt auch Ecclestone lobende Worte für Todt. "Die FIA braucht einen Präsidenten, der stark und fähig ist und Erfahrung auf höchster Ebene des Motorsports hat. Jean ist bei weitem der kennnisreichste und fähigste Kandidat für diese wichtige Rolle. Ich hoffe, dass jeder seine Kandidatur unterstützt."

Vatanen plant umfangreiche Erneuerungen

Während Todt wohl für eine Fortsetzung des umstrittenen Führungsstils des scheidenden Mosley steht, setzt sich Vatanen für eine umfangreiche Erneuerung der FIA und ihrer Strukturen ein. Der frühere Europaparlamentarier weiß viele große Automobilverbände hinter sich. Adac-Sportpräsident Hermann Tomczyk (Rosenheim) würde bei einer Wahl des Finnen als erster Vize-Präsident Sport zur Verfügung stehen.

Insgesamt gehören der FIA zurzeit 221 Automobil- und Motorsport-Klubs aus 132 Ländern an. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung das nächste Mal am 23. Oktober. In dieser Versammlung sind alle Mitgliederklubs vertreten, allerdings nicht alle stimmberechtigt. Einige haben lediglich den Status eines assoziierten Mitglieds ohne Stimmrecht. Verbände, die mit Zahlungen im Rückstand sind, dürfen ebenfalls nicht abstimmen. Zudem müssen sich teilweise mehrere Verbände aus dem gleichen Land auf eine gemeinsame Stimme verständigen. So gab es beispielsweise am 3. Juni 2008 bei der Vertrauensfrage gegen Mosley 168 stimmberechtigte Delegierte.

© SID

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