Motorsport Formel1
Ecclestone: "Ich bin ein großer Vettel-Fan"

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat sich als großer Fan von Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel geoutet: "Er hat alle Qualitäten, um ein Weltmeister zu sein".

Lausbubengesicht Sebastian Vettel ist beim großen Deutsch-Test von Formel-1-Boss Bernie Ecclestone der Klassenprimus. Kein Streber, sondern der kommende Weltmeister, das Zugpferd im PS-Zirkus. Für den Sport-Informations-Dienst (sid) hat Ecclestone die fünf deutschen Fahrer vor dem WM-Auftakt am Sonntag (8.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) in Melbourne unter die Lupe genommen.

Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Timo Glock bekommen ebenfalls gute Noten, vielleicht keine 1+ wie Vettel, aber eine 2, denn sie sind laut Ecclestone alle potenzielle Siegfahrer. Adrian Sutil sitzt für den Briten im falschen Auto und ist deshalb nur schwer einzuschätzen. Die Leistungen bewertet er dennoch mit einem Befriedigend.

Dieses Jahr ist es noch zu früh

"Klassenlehrer" Ecclestone macht keinen Hehl daraus, wer sein Lieblingsschüler ist. "Ich bin ein großer Vettel-Fan. Er hat alle Qualitäten, um ein Weltmeister zu sein", lobt der 78-Jährige. In diesem Jahr aber wohl noch nicht: "Da habe ich so meine Zweifel. Ich glaube nicht, dass sein Auto dafür schon gut genug ist."

In Deutschland wird Vettel bereits als legitimer Nachfolger von Rekord-Weltmeister Michael Schumacher gesehen und als Bubi-Schumi gefeiert. Doch Ecclestone mag das nicht: "Ich denke, wir sollten niemanden mit jemand anderem vergleichen."

"Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft"

Auch Schumacher-Manager Willi Weber hält nichts von derartigen Vergleichen. "Ich höre nicht gerne Bubi-Schumi. Michael war doch ein absolutes Ausnahmetalent, das müssen andere erstmal toppen", sagt Weber dem sid. Vettels Leistung seien sicher bewundernswert, meint der Manager weiter, aber jetzt komme er in ein fortgeschrittenes Team: "Je höher man steigt, desto dünner wird die Luft."

Für den dreimaligen Weltmeister Niki Lauda ist Vettel aber das Talent des Jahrhunderts. "Je nachdem wie der Red Bull funktioniert, wird er seinen Weg machen. Er ist ein Siegfahrer", sagte der Österreicher in einem RTL-Interview.

Ecclestone würde Vettel gern in einem Mclaren oder BMW sehen

Ein bisschen bedauert Ecclestone, dass Vettel noch nicht für ein Siegerteam fährt. Denn das habe Red Bull bis jetzt noch nicht bewiesen. In welchem Team würde er den deutschen Hoffnungsträger denn am liebsten sehen? Ecclestone: "In einem Mclaren oder einem Ferrari. Oder einem BMW."

Lauda erwartet auch von Heidfeld einiges: "Wenn er und BMW das alles halten, was die letzten Wochen über versprochen wurde, dann sitzt Nick in einem starken Auto und ist damit in einer sehr guten Position."

Glock müsste nur an die Leistungen des letzten Saisondrittels anknüpfen, dann wäre er für Lauda einer der stärksten Fahrer. Für Rosberg wird es eine ganze entscheidende Saison. Lauda: "Nico muss schauen, dass er dieses Jahr ein Auto bekommt, mit dem er wirklich zeigen kann, was er kann. Ansonsten muss er sich in Zukunft nach einem anderen Auto umschauen." Vielleicht ist das aber gar nicht nötig, wenn es für den Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg so weiterläuft wie am ersten Trainingstag in Melbourne. Da sorgte er für einen Paukenschlag und war in beiden Trainingssitzungen in seinem Williams der Schnellste.

© SID

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