Motorsport Formel1
Erneute Durchsuchung in Maranello

Zum vierten Mal wurde der Sitz des Rennstalls Ferrari im Rahmen der Spionage-Affäre um Nigel Stepney durchsucht. Der ehemalige Chefmechaniker der Scuderia beteuert aber weiterhin seine Unschuld.

Die Spionage-Affäre, in die die Teams von Ferrari und Mclaren-Mercedes verstrickt sein sollen, kommt weiterhin nicht zur Ruhe. Die italienische Polizei hat am Donnerstagabend erneut den Sitz des Ferrari-Rennstalls in Maranello durchsucht. Es handelt sich schon um die vierte Aktion dieser Art seit Beginn der Spionage-Affäre. Bei der Durchsuchung war auch eine der beiden Rechtsanwältinnen des entlassenen Chefmechanikers von Ferrari, Nigel Stepney, anwesend, berichtete die römische Tageszeitung La Repubblica am Freitag.

Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Stepney soll bald wieder vernommen werden. "Stepney beteuert seine Unschuld. Er ist sicher, dass die Wahrheit ans Licht kommen wird und dass andere Personen in den Sog der Ermittlungen geraten werden", sagte die Rechtsanwältin Stepneys, Sonia Bartolini nach Angaben der italienischen Sporttageszeitung Gazzetta dello Sport.

Erste Erkenntnisse werden im August erwartet

Voraussichtlich Anfang August wird der ermittelnde Staatsanwalt von Modena, Giuseppe Tibis, mehr über den Inhalt des weißen Pulvers erfahren, das Stepney angeblich in die Ferrari-Boliden vor dem Rennen in Monte Carlo geschüttet haben soll.

Ferrari hatte vor rund drei Wochen bei einem Gericht in Modena Klage gegen Stepney eingereicht. Im Zuge der Ermittlungen gegen den britischen Chefmechaniker hatte Mclaren von den Behörden in Modena den Hinweis erhalten, dass vertrauliche Ferrari-Daten an einen der eigenen Mitarbeiter, Mike Coughlan, weitergegeben worden waren.

Bei der Durchsuchung von Stepneys Wohnung in England war laut einer offiziellen Ferrari-Mitteilung belastendes Material gefunden worden. Stepney, dessen Vertrag bei Ferrari zum Saisonende ausläuft, hatte im Februar Abwanderungsgedanken geäußert. Daraufhin war er vom aktuellen Renngeschehen in den Innendienst versetzt worden. Vor zwei Wochen war er entlassen worden. Stepney stand 14 Jahre in Diensten der Scuderia. Von 1993 bis 2001 war er Chefmechaniker. 2002 war er für das Betanken der Rennwagen während der Grand Prix verantwortlich.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%