Motorsport Formel1
Ferrari dominiert das Qualifying in Monaco

Beim Qualifying zum Großen Preis von Monaco hat Felipe Massa die schnellste Zeit hingelegt. Zweiter wurde Kimi Räikkönen, bester Deutscher ist Nico Rosberg auf Startplatz sechs.

Jubel bei Ferrari, lange Gesichter bei Mclaren-Mercedes und ein strahlender Nico Rosberg: Erstmals seit 2000 startet die Scuderia beim Großen Preis von Monaco am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) auf der Lieblingsstrecke der Silberpfeile von der Pole Position. "Es ist unglaublich. Ein phantastischer Tag", sagte der Brasilianer Felipe Massa nach seiner dritten Pole in dieser Saison und hofft zwei Wochen nach seinem Sieg in Istanbul auf einen weiteren Coup.

Zumal direkt hinter ihm Weltmeister und Teamkollege Kimi Räikkönen (Finnland) ins Rennen geht und die Angriffe der beiden Mclaren-Mercedes-Piloten Lewis Hamilton (Großbritannien) und Heikki Kovalainen (Finnland) abwehren könnte. "Es ist schön, dass wir die Doppel-Pole geholt haben. Das ist ein super Ergebnis für uns", freute sich Ferrari-Berater und Rekord-Weltmeister Michael Schumacher, der vor acht Jahren als letzter Ferrari-Pilot im Fürstentum auf Startplatz eins gestanden hatte.

Enttäuschung bei den Silberpfeilen

Bei den Silberpfeilen, die im vergangenen Jahr die Fahrt durch Monte Carlos Straßenschluchten zu einer Demonstration der Stärke genutzt hatten, herrschte dagegen Ernüchterung. "Wir haben sicher mehr erwartet: Aber wir werden sehen, wie es im Rennen läuft", sagte Hamilton. Sein Temchef Ron Dennis meinte mit Blick auf Ferrari: "Sollen sie sich heute ruhig freuen, ich hoffe, wir werden es morgen umdrehen." Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug glaubt, dass seine beiden Piloten "immer noch um den Sieg fahren" können.

Viel Grund zur Freunde hatte der in Wiesbaden geborene Rosberg, der in Monte Carlo lebt und aufgewachsen ist. "Ich habe attackiert wie wahnsinnig und alles gegeben. Der sechste Platz ist toll. Es ist etwas Besonderes, hier ans Limit zu gehen", sagte der Williams-Toyota-Pilot, der von Position sechs ins Rennen gehen wird. Forsch kündigte er bei seinem Heimspiel weitere Attacken an: "Mein Ziel ist es, hinter Ferrari und Mclaren-Mercedes ins Ziel zu kommen."

Dafür müsste der 22-Jährige auch den Polen Robert Kubica schlagen, der mit seinem BMW-Sauber von Platz fünf aus ins Rennen geht. Lob gab es für den couragierten Auftritt Rosbergs sogar von Schumacher: "Er hat ein gutes Wochenende, war bislang permanent vorne dabei."

Für die anderen vier deutschen Piloten verlief das Qualifying dagegen enttäuschend. Timo Glock aus Wersau konnte wegen eines glimpflich verlaufenen Unfalls des Red-Bull-Pilot David Coulthard (Großbritannien) seine letzte schnelle Runde nicht zu Ende fahren und musste sich mit Startplatz elf zufriedengeben.

Heidfeld nicht unter den Top zehn

Ganz bitter lief es für Nick Heidfeld (Mönchengladbach). Der BMW-Sauber-Pilot verlor auch das sechste Qualifying-Duell der Saison gegen Teamkollege Robert Kubica (Polen) deutlich und kam auf einen enttäuschenden 13. Platz. Erstmals seit dem 6. Oktober 2006 in Suzuka, also nach 23 Rennen, brachte BMW damit nicht beide Autos in den letzten Durchgang des Qualifyings.

Von einer Krise sprechen "muss man nicht", sagte der 31 Jahre alte "Quick Nick": "Aber ich bin natürlich enttäuscht, weil einfach gar nichts lief. Zum ersten Mal nicht in den Top Ten seit ewigen Zeiten - das ist besch...eiden", meinte Heidfeld und umkurvte dabei gerade noch ein deftiges Schimpfwort. Auch ihn hatte der Coulthard-Crash zum Abbruch seiner letzten schnellen Runde gezwungen.

Für Adrian Sutil (Gräfelfing) im Force-India-Ferrari reichte es nur zu Platz 18. Dahinter wird Sebastian Vettel mit seinem neuen Toro-Rosso-Ferrari ins Rennen gehen. Der Heppenheimer belegte im Qualifying zwar Rang 18, wegen eines vorangegangen Getriebewechsels wurde er aber um fünf Startplätze zurückversetzt. Da auch bei Sutils Teamkollegen Giancarlo Fisichella (Italien) die Schaltbox gewechselt worden war, startet der Italiener wegen der langsameren Zeit von der letzten Position.

© SID

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