Motorsport Formel1
Ferrari dominiert freies Training, Vettel Dritter

Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen hat das freie Training in Malaysia am Freitag dominiert. Teamkollege Felipe Massa wurde Zweiter, dicht gefolgt von Sebastian Vettel und Nico Rosberg.

Im Schatten von "Lügen-Baron" Lewis Hamilton hat sich Erzrivale Ferrari in Kuala Lumpur zurückgemeldet, doch auch Sebastian Vettel und Nico Rosberg mischen weiter an der Spitze der Formel 1 mit. Vettel fuhr im freien Training zum Großen Preis von Malaysia (Sonntag, 11.00 Uhr Mesz/live bei Premiere und RTL) fünf Tage nach seinem Unfall mit BMW-Pilot Robert Kubica in Melbourne nicht nur auf Platz drei hinter dem Ferrari-Duo Kimi Räikkönen und Felipe Massa.

Vettel mit Geheimwaffe

Der 21 Jahre alten Red-Bull-Pilot aus Heppenheim kämpfte am Freitag mit den tropischen Temperaturen in Kuala Lumpur. "Selbst wenn man schon ein paar Tage da ist, bevor man ins Auto steigt, ist die erste Runde immer eine böse Überraschung", sagte der Red-Bull-Pilot: "Jedes Mal, wenn du in die Box kommst, ist es, als ob du unter der Dusche gestanden hast." Allerdings hatte Vettel auch eine kleine Geheimwaffe an Bord. "Zum Glück hatte ich einen Beutel mit Trockeneis dabei, den ich mir zwischen die Beine gelegt habe. So war da alles schön kühl", scherzte er in der Pressemitteilung seines Teams.

Zufrieden war auch Rosberg, obwohl seine Serie der Bestzeiten im freien Training am Nachmittag noch riss. "Heute lief alles gut", meinte der Williams-Pilot, der wie bei den drei Trainingssitzungen in Melbourne auch in Kuala Lumpur in der ersten Einheit Schnellster war. Mit der Hitze hat der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg kein Problem. "Ich denke, dass mein Fitness-Training im Winter mir da sehr geholfen hat", sagte er.

Noch hinter Weltmeister Hamilton, der nach dem ganzen Wirbel um seine nachträgliche Disqualifikation für das Auftaktrennen in Melbourne direkt vor seinen damaligen Kontrahenten Jarno Trulli (Italien) auf Rang elf fuhr, reihte sich Trullis Toyota-Kollege Timo Glock auf Position 14 ein. "Es war ein schwieriger Tag", meinte der 27-Jährige aus Wersau und klagte über Balanceprobleme am Auto. "Vor dem Qualifying haben wir noch viel zu tun, aber in Melbourne war die Situation ähnlich", meinte Glock, der in Australien im Rennen als Vierter der beste Deutsche war.

Heidfeld: "Es könnte besser sein"

Während Adrian Sutil (Force India/Gräfelfing) auf Platz 16 landete, fand sich BMW-Pilot Nick Heidfeld am Ende des Feldes wieder. "Es könnte besser sein. Aber am letzten Freitag war es auch nicht anders, und Samstag und Sonntag lief es dann besser", meinte "Quick Nick", der in einer Trainingseinheit mit dem Kers-System fuhr und in der anderen ohne. "Das ist ein deutlicher Unterschied, aber diese Erfahrung wollten wir machen", sagte er. Damit hätte man die nötigen Daten gesammelt, um über den Einsatz im Rennen entscheiden zu können.

Einen ersten Rückschlag nach dem Doppelsieg von Melbourne musste das neue Brawn-Team hinnehmen. Wegen eines vorzeitigen Getriebewechsels wird der Brasilianer Rubens Barrichello in der Startaufstellung um fünf Plätze zurückgesetzt. Eigentlich muss ein Getriebe vier Rennen am Stück eingesetzt werden.

© SID

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