Motorsport Formel1
Ferrari drängt auf "Schumi"-Entscheidung in Monza

Michael Schumacher hatte zuletzt angedeutet, seine Karriere-Entscheidung noch einmal nach hinten verschieben zu wollen. Doch sein Arbeitgeber Ferrari rechnet weiter mit einer Bekanntgabe am 10. September in Monza.

Michael Schumacher macht seinen Arbeitgeber Ferrari nervös. Nachdem der siebenmalige Weltmeister angedeutet hatte, die Entscheidung über seinen möglichen Rücktritt noch weiter hinauszögern zu wollen, bestätigten die "Roten" demonstrativ den Termin der Fahrer-Vorstellung für das Rennen am 10. September in Monza.

"Für Ferrari hat sich nichts geändert", sagte Luca Colajanni am Rande des Großen Preises der Türkei dem Sport-Informations-Dienst (sid). Allerdings hielt der Ferrari-Pressesprecher eine kleine Hintertür für ein mögliches Umdenken in der Chefetage offen: "Das ist der Stand von diesem Freitag." Schumacher hatte seinen Arbeitgeber mit einer Aussage in Istanbul zuvor unter Druck gesetzt: "Ich habe noch keine Entscheidung getroffen. Vielleicht kriege ich ja noch mehr Zeit."

Respekt vor Räikkönen?

Möglicherweise will Schumacher so lange warten, bis die Titelentscheidung gefallen ist - im Falle des achten Weltmeistertitels hatte Manager Willi Weber seinem Schützling schon zuvor einen Rücktritt empfohlen. Allerdings gibt es auch Anzeichen, dass die Besetzung der zweiten Fahrerposition für 2007 eine Schlüsselrolle für den 37-Jährigen spielen könnte. Allgemein wird damit gerechnet, dass Ferrari in zwei Wochen den schnellen Finnen Kimi Räikkönen als neuen Fahrer vorstellen will.

Die finnische Zeitung "Ilta Sanomat" hatte schon vor geraumer Zeit spekuliert, dass der "Iceman" einen Fünf-Jahres-Vertrag bei Ferrari mit einer angeblichen Jahresgage von 30 Mill. Euro unterzeichnet hat. Laut Informationen des britischen Fachmagazins "F1 Business" will Schumacher aber nur mit seinem derzeitigen Teamkollegen Felipe Massa (Brasilien) weiter für die Italiener fahren und damit seine Karriere fortsetzen. Das habe er Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo persönlich mitgeteilt, bei dem nun die endgültige Entscheidung liege. Offiziell dementiert "Schumi", dass er zum Ausklang seiner Karriere das Kräftemessen mit Räikkönen scheut: "Es ist mir egal, wie mein Teamkollege heißt."

© SID

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