Motorsport Formel1
Ferrari-Ingenieure stehen vor Gericht

Am 28. April 2006 beginnt in Italien ein Prozess gegen zwei ehemalige Ferrari-Ingenieure. Den Ex-Mitarbeitern des Rennstalls von Michael Schumacher wird illegale Nutzung von Ferrari-Daten vorgeworfen.

Die schlechten Nachrichten um Ferrari reißen auch nach dem Saisonende in der Formel 1 nicht ab. Nun müssen sich zwei ehemalige Ingenieure des italienischen Rennstalls vor Gericht verantworten. Der Untersuchungsrichter von Modena, Alberto Ziroldi, legte den Prozessbeginn auf den 28. April 2006 fest. Das berichtete die italienische Sporttageszeitung "La Gazzetta dello Sport" am Dienstag.

Den beiden früheren Ferrari-Mitarbeitern wird illegale Nutzung von Ferrari-Daten vorgeworfen. Sie wurden jedoch vom Vorwurf entlastet, unerlaubt Computerfiles und Programme übernommen zu haben. Die Rechtsanwälte der Angeklagten behaupten, dass die Informationen, über die ihre Mandanten verfügten, in der Branche allgemein bekannt waren.

Im April 2003 hatte Ferrari-Teamchef Jean Todt in Modena Anzeige wegen Industriespionage gestellt. Die Ermittlungen der Polizei konzentrierten sich auf einige Techniker, die von Ferrari zu Toyota gewechselt waren. Am 30. November 2003 durchsuchte die Kölner Polizei die Privat-Wohnungen ehemaliger Ferrari-Mitarbeiter sowie deren Büros beim Toyota-Rennstall in Köln. Toyota wies jegliche Verwicklung in einen Spionagefall stets von sich. Nach weiteren Hausdurchsuchungen hatte die Staatsanwaltschaft Modena Anklage gegen die beiden Ingenieure erhoben.

© SID

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