Motorsport Formel1
Ferrari-Pilot Räikkönen beherrscht die Konkurrenz

Die "roten Renner" sind zurück. Kimi Räikkönen fuhr im Ferrari Bestzeit im Training zum Großen Preis von Bahrain. Weltmeister Fernando Alonso musste sich im "Silberpfeil" von Mclaren-Mercedes mit Platz fünf begnügen.

In der Wüste von Bahrain hat Ferrari den ersten Zweikampf für sich entschieden und kann im dritten Formel-1-Rennen der Saison auf eine erfolgreiche Revanche gegen Mercedes hoffen. Wenige Stunden, nachdem ein nächtlicher Gewittersturm die Rennstrecke unter Wasser gesetzt und Zelte weggerissen hatte, raste Kimi Räikkönen in freien Training zur Bestzeit. Als bester Deutscher meldete Nick Heidfeld trotz eines mäßigen siebten Ranges im Test für das Rennen am Sonntag (13.30 Uhr Mesz/live in RTL und Premiere) Hoffnungen auf den ersten Podestplatz der Saison an.

"Die Top fünf liegen ganz eng zusammen. Das wird ein ganz harter Fight", erklärte Mercedes-Sportchef Nobert Haug: "Wir versuchen alles, damit wir wieder ganz oben stehen." Am vergangenen Sonntag hatte Mclaren-Mercedes in Malaysia mit Weltmeister Fernando Alonso als Triumphator seinen ersten Sieg seit 18 Monaten gefeiert, diesmal waren die "Roten" wieder vorn. "Dieses Wochenende werden wir zufriedener sein als letztes. Wir werden sie schlagen", meinte Räikkönen.

Cooler "Iceman" in der Hitze

Der finnische "Iceman" blieb bei 33 Grad und immer wieder hereinwehenden Wüstensand auf der Strecke in 1:33,162 Minute diesmal deutlich vor dem britischen Silberpfeil-Newcomer Lewis Hamilton in 1:33,540 Minute. WM-Spitzenreiter Alonso, der in der WM mit zwei Punkten Vorsprung vor Räikkönen führt, landete im zweiten Silberpfeil in 1:33,784 Minute auf Platz fünf.

"Wir brauchen noch etwas mehr Zeit, um Ferrari wirklich einzuholen", meinte Alonso. Näher an die beiden Topteams herangerückt scheint BMW zu sein, dass durch Robert Kubica (Polen) einen starken vierten Platz in der Kombination beider Trainingssitzungen herausfuhr. Auch Nick Heidfeld war mit seinen siebten Rang in 1:34,076 Minute sehr zufrieden und will nach zwei vierten Plätzen endlich aufs Podest: "Wir sind als dritte Kraft nah dran an den beiden Topteams. Es ist möglich, dass wir aufs Podium fahren, wenn die beiden Teams vorn patzen. Ich habe ein gutes Gefühl." Auch ein Sieg sei nicht unmöglich.

Optimismus bei Rosberg

Ebenfalls optimistisch war Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) nach seinem achten Platz in 1:34,189 Minute. "Hier kann richtig was Gutes rauskommen. Wir sind hier noch besser unterwegs als in Malaysia", erklärte der 21-Jährige, der beim letzten Rennen auf Platz sechs liegend auf dem Weg zum besten Resultat seiner Karriere von einem Wasserleck gestoppt worden war.

Weiter in der Krise ist dagegen Ralf Schumacher (Kerpen), der mit Platz 18 im Toyota direkt vor dem hoch zufriedenen Hinterbänkler Adrian Sutil (Gräfelfing) im Spyker erneut eine dürftige Vorstellung ablieferte. Dazu wurde Schumacher noch in der Boxengasse geblitzt und musste 1 450 Dollar Strafe zahlen. Die Diskussionen um die Zukunft des Großverdieners Schumacher in der Formel 1 werden mit Blick auf seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag immer lauter. "Ich bin nicht frustriert bei Toyota, aber es war schon sehr schwer heute. Im Moment sind wir nur irgendwo im Mittelfeld - das muss man ehrlich eingestehen", meinte Schumacher.

Die spektakulärste Szene in 180 Trainingsminuten war ein Motorbrand beim Honda-Piloten Jenson Button (Großbritannien), dem hohe Flammen aus dem Auto schlugen. Der am Ende drittplatzierte Felipe Massa konnte dem Feuer gerade noch ausweichen.

© SID

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