Motorsport Formel1
Ferrari-Teamchef Todt genießt das Sieger-Gefühl

Nach dem erfolgreichen Wochenende in Indianapolis hat auch Jean Todt das Lachen wieder gefunden. "Wenn du Platz eins und zwei einfährst, fühlst du dich bis zum nächsten Rennen immer bärenstark", so der Ferrari-Teamchef.

Mit seinem Sieg beim Großen Preis von Indianapolis in den USA hat Michael Schumacher den Rückstand in der WM-Fahrerwertung auf Fernando Alonso auf 19 Punkte reduziert. Aber nicht nur der siebenmalige Formel-1-Weltmeister ist froh, den Anschluss an Renault gehalten zu haben. Auch Ferrari-Teamchef Jean Todt schwelgt derzeit im Gefühl des Siegens. Der zweite Platz von Schumacher-Kollege Felipe Massa rundete die gelungene Vorstellung seiner "Roten" im Übersee-Rennen ab.

Rückstand immer noch beachtlich

"Wenn du Platz eins und zwei einfährst, fühlst du dich bis zum nächsten Rennen immer bärenstark." Allerdings relativiert Todt seine Aussage mit Blick auf die Gesamtwertung ein wenig und muss zugeben: "Wenn du dir dann aber die WM-Stände anschaust, wünschst du dir, dass du noch stärker wärest. Denn wir haben immer noch einen beachtlichen Rückstand sowohl in der Fahrer- als auch in der Konstrukteurswertung. Im Moment haben wir trotz des Sieges eigentlich keinen Grund zum Jubeln. Aber wir werden alles dran setzen, um unsere Situation zu verbessern", gibt sich der Teamchef kämpferisch.

"Es liegt allein an uns"

Die Frage, warum es in Indy geklappt hat, in Montreal aber nur der zweite (Schumacher) und fünfte Platz (Massa) heraussprang, führt Todt teilweise auf eine schlechte Strategie zurück: "In Montreal haben wir vielleicht nicht die beste Strategie erwischt und unseren Job somit nicht optimal ausgeführt. Das ist alles." Dass Michelin in der Reifenwahl für den USA-Grand-Prix nach dem Skandal aus dem vergangenen Jahr vielleicht zu konservativ vorgegangen wäre, misst Todt nur eine geringe Relevanz bei. "Ehrlich gesagt weiß ich das nicht. Aber ich habe immer gesagt, wenn du gewinnen willst, muss ein Rädchen ins andere laufen und alle Komponenten stimmen. In Indy ist uns das gelungen, was das Resultat deutlich zeigt. Wenn uns dies auch in den kommenden Rennen gelingt, werden wir ähnliche Ergebnisse einfahren. Wenn nicht, wie es in dieser Saison leider schon zu oft der Fall war, wird man dies auch am Ergebnis ablesen können. Es liegt allein an uns."

Alles in allem war Todt aber glücklich und zufrieden mit dem Trip über den "großen Teich" - besonders natürlich mit dem Rennen in den Staaten: "Wir freuen uns über das Resultat und besonders über die Tatsache, dass wir seit langem einmal wieder über das gesamte Wochenende so dominant agiert haben. Das zeigt, dass wir im Vergleich mit der Konkurrenz immer noch auf Augenhöhe liegen."

© SID

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