Motorsport Formel1
FIA und Fota: Vorerst keine Treffen geplant

Die FIA und die Teamvereinigung Fota haben trotz des ergebnislosen Sitzungsmarathons am Freitag vorerst keine Treffen geplant. Laut Max Mosley seien keine weiteren Meetings nötig.

Im Machtpoker der Formel 1 gab es auch im Spielerparadies Monte Carlo keine Gewinner: Nach dem ergebnislosen Sitzungsmarathon zwischen dem Automobil-Weltverband FIA und der Teamvereinigung Fota wird es zunächst keine weiteren Treffen wegen des Budgetstreits in der Königsklasse des Motorsports geben. "Es wird kein weiteres Treffen geben", sagte FIA-Präsident Max Mosley vor dem wichtigsten Rennen des Jahres in Monaco dem Fachblatt auto motor und sport. Er werde nun Einzelgespräche mit den Teams suchen.

Das bedeutet, dass die FIA von dem am Freitag unterbreiteten Vorschlag nicht mehr abrücken und den Teams Zeit lassen will, um ihm zuzustimmen. Über die Einführung einer Budgetobergrenze sind sich die FIA und die Teams mit Ausnahme von Ferrari und Toyota einig. Technische Freiheiten für die Einhaltung einer freiwilligen Budgetgrenze sind vom Tisch und damit die von den meisten Teams befürchtete Zwei-Klassen-Gesellschaft.

Uneinigkeit über Budget-Cap

Uneinig ist man darüber, wie hoch der Budget-Cap sein wird und vor allem welche Posten ausgegliedert werden. Offenbar ist die FIA inzwischen sogar zu einem gewünschten Stufenplan bis 2012 bereit. In drei Jahren soll dann die vom Weltverband gewünschte Obergrenze von 45 Mill. Euro erreicht sein.

Während Ferrari noch einmal darauf hingewiesen wurde, dass es sich bis 2012 zur Teilnahme an der Formel 1 verpflichtet hat und im Falle des Ausstiegs wohl eine Rückzahlung von 300 Mill. Dollar plus Strafzahlung fällig würden, soll der Ausstieg von Toyota laut auto motor und sport bereits seit vergangenem Winter beschlossene Sache sein. Man suche jetzt lediglich einen Vorwand, um das zu begründen.

Doch auch in weiteren Punkten soll die FIA den Teams entgegengekommen sein. So soll Mosley laut "ams" Mercedes, BMW und Renault durch eine Lockerung des Motorenreglements überzeugt haben. Bisher darf jeder Hersteller maximal zwei Teams beliefern, sein eigenes und einen Kunden. Für jedes weitere Team braucht ein Hersteller die Zustimmung der Rivalen. Damit entstünde für Hersteller ein interessantes Geschäftsmodell, vor allem vor dem Hintergrund eines möglichen Einstiegs neuer Teams.

Nach Angaben von motorsport-total.com soll die FIA vorgeschlagen haben, dass im Falle einer sofortigen Einführung der 45 Mill. Euro neben Fahrergagen, Marketingausgaben und FIA-Strafen auch Ausgaben für die Entwicklung oder den Ankauf von Motoren zunächst nicht unter die Budgetobergrenze fallen sollen.

Auto motor und sport berichtet weiter, Mosley habe sein Angebot wiederholt, dass die FIA bei einer Einigung das Concorde-Agreement auf der Basis von 1998 unterschreiben werde. Das würde bedeuten, dass der Verband zum alten Regelfindungsprozess zurückkehrt. Er könnte keine eigenmächtigen Entscheidungen mehr treffen, alle Regeländerungen müssten den Gang durch sämtliche Instanzen durchlaufen.

Die Budgets könnten die Teams mit Unterstützung einer Spezialfirma selbst überprüfen lassen. Der FIA würden nur Verstöße gemeldet, sie hätte aber sonst keinen Einblick in die Finanzflüsse der Rennställe.

© SID

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