Motorsport Formel1
Fisichella holt in Malaysia die Pole

Giancarlo Fisichella hat sich beim Qualifying zum Großen Preis von Malaysia die Pole Position gesichert. Michael Schumacher fuhr die viertbeste Zeit, muss wegen eines Motorwechsels jedoch von weiter hinten starten.

Der Italiener Giancarlo Fisichella hat dem Renault-Rennstall die erste Pole Position der laufenden Formel-1-Saison beschert. Fisichella legte beim Qualifying zum Großen Preis von Malaysia in 1:33,840 Minuten die Bestzeit hin und wird beim zweiten Grand Prix des Jahres das Feld am Start anführen. Zweiter wurde der Brite Jenson Button, der seine schnellste Runde in 1:33,986 Minuten absolvierte.

Motorwechsel wirft "Schumi" zurück

Ferrari-Star Schumacher fuhr zwar die viertbeste Zeit, wegen eines Motorwechsels an seinem Auto wird der siebenmalige Weltmeister gemäß des FIA-Reglements allerdings zehn Plätze zurückgestuft. Auf welchem Startplatz Schumacher beim zweiten von 18 WM-Läufen aber genau steht, wird erst am Sonntag bekannt, wenn der Weltverband die endgültige Startaufstellung veröffentlicht.

"Ich stehe auf Rang 13", meinte Michael Schumacher bei RTL und Premiere: "Naja, davon gehe ich stark aus." Doch Ferrari-Pressechef Luca Colajanni sagte dem sid: "Michael startet hier als Elfter, nur wetten würde ich darauf auch nicht." Im Ferrari-Pressetext ging man auf Nummer sicher. Dort stand, dass Schumacher in Reihe sechs steht. Eine Stunde später gab es die Korrektur, aus der Sechs war plötzlich eine Sieben geworden. Der Automobil-Weltverband FIA, der für die Regeln verantwortlich ist, bot im "Fall Schumacher" gleich vier Lösungsmodelle an: Startplatz elf, zwölf, 13 oder 14. Noch Fragen?

"Das ist nicht so schlecht"

Regeln hin, Ergebnisse her - Schumacher selbst war gar nicht mal unzufrieden mit der Strafversetzung. "Das ist nicht so schlecht, wenn man bedenkt, was wir hier für eine Strategie geplant haben", erzählte der 37-Jährige, der sich vor einer Woche beim ersten Saisonrennen in Bahrain mit einem zweiten Platz zurückgemeldet hatte. Damit ihm der Motor im Rennen nicht um die Ohren fliegt, entschloss sich Ferrari zum Wechsel. Schumacher: "Offenbar haben wir im Winter doch noch nicht alle Probleme gelöst."

Ob ihm ein ähnlicher Husarenritt wie Kimi Räikkönen in Bahrain gelingt, wo der Finne vom 22. und letzten Startplatz noch auf Rang drei nach vorne gefahren war, könne er nicht sagen, so Schumacher: "Damit wäre ich sehr zufrieden." Unter normalen Umständen halte er WM-Punkte in jedem Fall für realistisch. Die Ferrari-Entscheidung, den Motor auszutauschen, sei absolut richtig gewesen. Schumacher: "Lieber ein paar Startplätze weiter nach hinten, als dass mir der Motor hochgeht und ich das Rennen nicht zu Ende fahren kann."

Rosberg überrascht mit Rang drei

Die absolute Überraschung des Qualifyings war jedoch Nico Rosberg. Der Formel-1-Neuling startet am Sonntag von der dritten Startposition aus. "Ein toller Tag, ich bin absolut happy", sagte der 20-Jährige, der bei seinem Debüt in Bahrain als Siebter auf Anhieb in die Punkteränge gefahren war. Selbstbewusst kündigte der Sohn des ehemaligen Weltmeisters Keke Rosberg an: "Im Rennen werden wir noch stärker sein, ich freue mich schon."

Weltmeister Fernando Alonso erreichte die achtbeste Zeit und reihte sich damit hinter die beiden Silberpfeile von Mclaren-Mercedes ein, die die Plätze sechs und sieben belegten. In der Startaufstellung wird das Trio aufgrund des Motorwechsels von Schumacher jedoch noch einen Platz hochgestuft.

Der Mönchengladbacher Nick Heidfeld dürfte in seinem BMW-Sauber auf Position elf oder zwölf stehen. Ralf Schumacher, der im Qualifying die zehntschnellste Runde hinlegte, wird nach einem Motorwechsel zurückgestuft.

© SID

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