Motorsport Formel1
Formel-1-Neuling Rosberg träumt vom WM-Titel

Der 20 Jahre alte Nico Rosberg wird in Zukunft in der Formel 1 sein Geld verdienen. Der Williams-Pilot, Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg, spricht im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst über weitere Ziele.

Nico Rosberg hat endgültig den Sprung in die begehrte Formel 1 geschafft. Für den 20-Jährigen Deutschen, der in Zukunft für das britische Williams-Team fahren wird, geht somit ein Traum in Erfüllung. Im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid) steht der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg Rede und Antwort.

sid: "Nach Ihrem Titelgewinn in der GP2-Serie hatten Sie schon auf ein Cockpit bei Williams gehofft, wo Sie auch Testfahrer waren. Wann haben Sie erfahren, dass es wirklich klappt?"

Nico Rosberg: "Die Nachricht kam erst von Frank Williams über meinen Vater, kurz darauf hat es mir Williams dann auch persönlich gesagt. Es wurde immer ein bisschen konkreter, deswegen gab es nicht einen bestimmten Punkt, an dem die Riesenfreude kam. Aber jetzt ist es einfach gigantisch. Ich fühle mich sehr wohl im Team und freue mich auf die Zukunft. Es sind viele sehr kompetente Leute im Team, und ich denke, dass wir in sehr naher Zukunft wieder ganz oben sind."

sid: "Was nehmen Sie sich für das erste Jahr vor?"

Rosberg: "Das kommt auch auf das Auto an, da kann ich kein Resultat nennen. Mit einem Super-Auto muss man sich natürlich vornehmen, aufs Podium zu fahren."

sid: "Als Sie Anfang 2002 vom Kart in die Formel BMW umgestiegen sind, hätten Sie damals gedacht, dass Sie so schnell in der Formel 1 ankommen?"

Rosberg: "Überhaupt nicht. Dass ich jetzt Formel-1-Fahrer bin, ist einfach der Hammer."

sid: "Ist Ihr Vater stolz auf Sie?"

Rosberg: "Papa hat durch keine Tür mehr gepasst."

sid: "Ihr Vater war 1982 Weltmeister. Ist es schwierig, mit einem so berühmten Namen in die Motorsportszene zu kommen?"

Rosberg: "Es ist sicher kein Nachteil, es hat mir viele Möglichkeiten eröffnet. Aber ich muss auch immer selbst beweisen, dass ich es kann. Es ist aber auch ein bisschen schwierig, denn die Medien schauen auf mich, vergleichen mich mit meinem Vater und erwarten, dass ich auch so gut bin wie er. Es ist nicht so leicht, dem gerecht zu werden."

sid: "Hat Ihr Vater Ihnen in Ihrer Karriere geholfen?"

Rosberg: "Er hat sicher viel geholfen, aber er kann mir nicht das schnelle Fahren beibringen. Das war mehr außerhalb des Autos, wie ich mit den Medien umgehe, wie ich mich im Team verhalte."

sid: "Ist Ihr Vater sportlich Ihr Vorbild?"

Rosberg: "In gewissem Maße, weil er aus dem Nirgendwo unglaublich viel erreicht hat. Das respektiere ich schon. Als Vorbild würde ich aber eher Mika Häkkinen sehen, der ein sehr großer Rennfahrer war. Ich werde alles dafür geben, dass ich auch eines Tages ein großer Fahrer werde."

sid: "Mika Häkkinen ist wie Ihr Vater Finne. Wie groß ist Ihr persönlicher Bezug zu Finnland?"

Rosberg: "Ich bin halber Finne, habe aber nie da gelebt und spreche auch die Sprache nicht. Deshalb habe ich leider keinen so großen Bezug, auch wenn ich super viel Unterstützung von den Finnen bekomme. Das ist für mich eine große Ehre."

sid: "Fühlen Sie sich mehr als Finne oder mehr als Deutscher?" Rosberg: "Irgendetwas dazwischen, etwas Europäisches. Aber wahrscheinlich mehr als Deutscher, weil wir zu Hause Deutsch sprechen."

sid: "Welche Sprachen sprechen Sie?"

Rosberg: "Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch. Das sind genau die Sprachen, die man in der Formel 1 braucht."

sid: "Sie sind in Monaco aufgewachsen. Werden Sie dort bleiben oder in die Nähe des Teams nach England ziehen?"

Rosberg: "Ich lebe in Monaco, seit ich klein bin, ich bin dort zur Schule gegangen. Ich würde auch gerne dort bleiben."

sid: "Müssen Sie Ihr Fitnesstraining für die Formel 1 ausbauen? Was machen Sie am liebsten?"

Rosberg: "Das reicht auf jeden Fall, aber ich muss die Winterpause ausnutzen. Im Sommer hatte ich überhaupt keine Zeit, meine Fitness zu erhalten. Am liebsten fahre ich eigentlich Rad, aber das darf ich nicht mehr. Seit Nick Heidfeld den Unfall hatte, ist das tabu. Das ist schade, viele Sportarten, die ich gerne mache, wie Snowboard, sind verboten. Aber Kart fahren darf ich noch.

sid: "Sie sind jetzt in der Formel 1 angekommen. Gibt es noch einen weiteren Traum?"

Rosberg: "Ja. Irgendwann mal Formel-1-Weltmeister zu sein."

© SID

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