Motorsport Formel1
Guter Auftakt für "Schumi" am Nürburgring

Im freien Training am Freitag fuhr Michael Schumacher auf den vierten Platz und war damit schneller als Weltmeister und WM-Spitzenreiter Fernando Alonso. Die Bestzeit am Nürburgring legte Alexander Wurz (Williams) hin.

Der Auftakt zu einem spannenden Rennwochenende auf dem Nürburgring ist gemacht: Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher lässt seine Fans beim "Heimspiel" von einem erneuten Duell mit Titelverteidiger Fernando Alonso träumen. Der Ferrari-Pilot hat im freien Training am Freitag seine gute Form vom Sieg in Imola bestätigt und war in der Tagesgesamtwertung als bester Stammfahrer auf Platz vier schneller als der Spanier im Renault.

"Es sieht so aus, dass wir konkurrenzfähig sind. Wenn wir alles hundertprozentig richtig machen, haben wir auch eine Chance", meinte Schumacher zufrieden. Der 37-Jährige geht jetzt von einem erneuten Zweikampf mit Alonso wie in Imola aus. "Es sieht im Moment danach aus", meinte er: "Ich würde mir aber wünschen, es wären auch noch ein paar andere schnell genug, die ihm vielleicht wichtige Punkte wegnehmen können. Aber danach sieht es im Moment nicht wirklich aus."

Silberpfeile mit Rückstand auf die Spitze

Wettfavorit für das Rennen ist allerdings Alonso, den betandwin mit einer Quote von 2,10 (21 Euro für 10 Euro Einsatz) vor Schumacher und Mclaren-Mercedes-Mann Kimi Räikkönen (beide 4,50) führt. In der WM-Wertung liegt Schumacher vor dem 5. von 18 WM-Läufen mit 21 Punkten hinter Alonso (36) auf dem zweiten Platz. Der Finne Räikkönen (18) ist Dritter.

Schumacher hatte seine beste Zeit am Vormittag in 1:32,858 Minuten erreicht und war rund sieben Zehntelsekunden schneller als Alonso, der nur am Nachmittag auf der Strecke war und in 1:33,579 knapp 13 Hunderstelsekunden vor dem Kerpenern lag. Die Silberpfeile von Mclaren-Mercedes, die sich Schumacher vor Alonso gewünscht hätte, belegten nur die Plätze 13 durch Räikkönen (Finnland/1:34, 402) und 16 durch Juan Pablo Montoya (Kolumbien/1:34,968). Für Mercedes-Sportchef Norbert Haug aber noch kein Grund zur Beunruhigung. "Unsere Zeiten im Renntrimm waren okay", meinte Haug.

Haug bleibt im Poker um Räikkönen gelassen

Auch im Kampf um Räikkönen, dem ein Vorvertrag mit Ferrari nachgesagt wird, ist Haug noch ruhig. "Die Gespräche laufen. Noch ist nichts fix. Ich gehe davon aus, dass eine Handvoll Teams hinter Kimi her ist. Aber bei uns weiß er, was er hat", sagte der Schwabe am Freitag dem sid.

Bei den Silberpfeilen, die für 2007 schon Alonso verpflichtet haben, will man mit Leistung Räikkönen vom Bleiben überzeugen. "Auch wenn man zweimal knapp am Titel vorbeigefahren ist, sieht man, dass das Potenzial da ist, auch Erster zu werden", sagte Haug und meinte mit Blick auf das für Ferrari enttäuschende Jahr 2005: "Im letzten Jahr war Kimi bei uns besser unterwegs als Michael Schumacher bei Ferrari."

Wurz legt die Bestzeit vor

Die Tagesbestzeit ging am Freitag an Williams-Testpilot Alexander Wurz (Österreich/1:32,079). Zweitbester Deutscher war Ralf Schumacher im Toyota, der Rang acht (1:33,883) belegte. Der Kerpener, der am Sonntag seinen 150. Grand Prix fährt, hat unterdessen sein großes Ziel noch nicht aus den Augen verloren. "Es wäre schön, wenn noch der eine oder andere Sieg dazukäme, bei so vielen Rennen ist das zu wenig - und natürlich noch eine Weltmeisterschaft", sagte Ralf Schumacher, der 2003 einen seiner insgesamt sechs GP-Siege auf dem Nürburgring holte, in einem Interview mit dem Pay-TV-Sender Premiere.

Ralfs Bruder Michael triumphierte in der Eifel schon viermal (1995, 2001, 2002, 2004). Alonso siegte im vergangenen Jahr, als Räikkönen in der letzten Runde in Führung liegend die Radaufhängung brach.

Heidfeld ist noch unzufrieden

Einen guten Einstand als Freitagstester bei Midland feierte Adrian Sutil aus Gräfelfing als Zehnter (1:34,179). Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) landete auf Platz zwölf (1:34,215), Nick Heidfeld (Mönchengladbach) fuhr im BMW-Sauber auf Position 19 (1:35,308). Der Pole Robert Kubica, Testfahrer der Weiß-Blauen, kam immerhin auf Rang drei (1:32,852). "Nick und Jacques Villeneuve sind mit ihrer Abstimmung überhaupt noch nicht zufrieden. Jetzt müssen wir die Daten zwischen den Autos abgleichen", meinte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%