Motorsport Formel1
Hamilton dominiert auch auf dem Nürburgring

Shootingstar Lewis Hamilton hat im freien Training zum Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring die schnellste Runde gedreht. Nick Heidfeld belegte Platz vier, Debütant Markus Winkelhock wurde Letzter.

An der Spitze präsentiert sich die Formel 1 wie gewohnt in Silber und Rot, dahinter folgt aber direkt Nick Heidfeld. Beim Heimspiel auf dem Nürburgring will der BMW-Sauber-Pilot die Formel-1-Top-Teams Mclaren-Mercedes und Ferrari wieder ärgern und hat seine Ambitionen eindrucksvoll mit Platz vier im freien Training am Freitag unterstrichen. "Das ist eine gute Basis, darauf lässt sich aufbauen. Es sieht besser aus als erwartet", meinte der Mönchengladbacher, der hinter WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton, Kimi Räikkönen und Weltmeister Fernando Alonso das deutsche Quintett anführte.

Auch Ralf Schumacher (Kerpen) im Toyota als Siebter und Nico Rosberg (Wiesbaden) im Williams-Toyota auf Rang neun schafften beim ersten Kräftemessen für den Großen Preis von Europa (Sonntag, 14.00 Uhr) den Sprung in die Top 10. Am Ende des Feldes fehlten Debütant Markus Winkelhock (Berglen-Steinach), der in dieser Saison erst zweieinhalb Stunden getestet hatte, lediglich 0,8 Sekunden auf seinen Spyker-Ferrari-Kollegen Adrian Sutil (Gräfelfing).

Deutsche Teams können zufrieden sein

Auch beide deutschen Hersteller waren beim einzigen Heimspiel in dieser Saison mit den ersten Resultaten zufrieden. Der englische Jung-Star Hamilton fuhr in 1:32,515 Minuten die Bestzeit, war dabei aber nur 46 Hundertstelsekunden schneller als Heidfeld (1:32,975). Dazwischen platzierten sich noch Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen (Finnland), der zuletzt in Magny-Cours und Silverstone gewonnen hatte, und Titelträger Alonso (Spanien) im zweiten Silberpfeil. Robert Kubica (Polen) belegte im zweiten BMW-Sauber Rang fünf.

Vor dem 10. von 17 WM-Läufen am Sonntag führt Hamilton die WM-Wertung mit 70 Punkten vor Alonso (58) und Räikkönen (52) an. Heidfeld, dessen Freundin Patricia in diesen Tagen ihr zweites Kind erwartet, ist in der Fahrerwertung Fünfter (33). Neben dem Kerpener freuen sich auch Ralf Schumacher und Rosberg auf das Heimspiel, weil die Strecke ihren Autos entgegenkommt und die Unterstützung von den Rängen sehr groß sein wird.

Winkelhock könnte Dauerlösung werden

Viele Augen werden sich am Sonntag auch auf Winkelhock richten, für den sich bei seinem Formel-1-Debüt ein Kreis schließen wird. "Bevor ich hierher gefahren bin, hat mir meine Mutter noch erzählt, dass mein Vater hier sein letztes Formel-1-Rennen vor seinem Unfall gefahren ist. Dass ich jetzt hier mein Debüt gebe, passt doch sehr gut", meinte der 27-Jährige.

Möglicherweise bleibt Winkelhocks Auftritt auf dem Nürburgring auch kein einmaliges Gastspiel. "Es kann sein, dass er wie Adrian Sutil durch Leistung Interesse weckt", sagte der deutsche Spyker-Teamchef Colin Kolles, für dessen Team Winkelhock am vergangenen Wochenende in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft in Mugello schon eingesprungen war.

Allerdings sucht Spyker nach der Entlassung von Christijan Albers (Niederlande) für den Rest der Saison einen Fahrer, der seinen Einsatz über Sponsoren selbst finanziert. "Wir können nicht von Luft leben", sagte Kolles, für den auch der Österreicher Christian Klien, der Inder Narain Karthikeyan oder sogar Renault-Testpilot Nelson Piquet jun. mögliche Kandidaten für den Platz an der Seite von Adrian Sutil (Gräfelfing) sind. Es könnte sogar sein, dass das Cockpit von Rennen zu Rennen vergeben wird, sagte er dem sid: "Aber Kontinuität wäre natürlich besser."

© SID

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