Motorsport Formel1
Hamilton fährt bei "Heimspiel" auf Pole Position

Auch in Silverstone bleibt Lewis Hamilton das Maß aller Dinge. Der Mclaren-Pilot drehte im Qualifying die schnellste Runde und startet am Sonntag von der Pole Position. Bester Deutscher war Ralf Schumacher als Sechster.

Der britische Shootingstar Lewis Hamilton startet beim Großen Preis von Großbritannien am Sonntag (14.00 Uhr) in Silverstone von der Pole Position. Der WM-Spitzenreiter im Mclaren-Mercedes setzte sich im Qualifying am Samstag in 1:19,997 Minuten knapp gegen Kimi Räikkönen (Finnland/1:20,099) im Ferrari durch. Platz drei belegte Hamiltons Teamrivale, Doppel-Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) in 1:20,147 Minuten.

"Es war verdammt eng. Jetzt freue ich mich auf das Rennen", meinte WM-Spitzenreiter Hamilton strahlend, während sein Vater Anthony vor der Box der Silberpfeile die Arme in die Höhe riss und den Fans zuwinkte.

Schumacher starker Sechster

Von den Turbulenzen um die Spionage-Affäre und die Medienhysterie um seine Person hatte sich sein Junior offenbar nicht beeindrucken lassen. Unterdessen überraschte Toyota-Pilot Ralf Schumacher (Kerpen/1:20,516) als bester Deutscher mit Platz sechs.

Das Nachsehen im Kampf um die Pole hatte einmal mehr Hamiltons teaminterner Rivale und Doppel-Weltmeister Fernando Alonso, der nur die drittbeste Zeit hinter dem Finnen Kimi Räikkönen im Ferrari erreichte. "Im Training war ich mit dem Auto nicht zufrieden, aber heute war es besser. Ich bin Dritter und hoffe, dass ich diese Position im Rennen weiter verbessern kann. Ich werde versuchen, das Rennen zu gewinnen", sagte der Spanier etwas gequält. Überzeugt wirkte er dabei nicht.

Hamilton "ganz entspannt"

Wieder einmal hatte der Neuling dem deutlich erfahreneren Teamkollegen wie ein alter Hase das Heck gezeigt. "Ich fühle mich ganz entspannt. Ich werde auch morgen wieder ins Rennen gehen wie in jedes andere und mein Bestes geben", sagte der 22-Jährige gelassen. Keine Spur von einem zu hohen Druck, der auf dem Youngster lastet. Der Silberpfeil-Pilot übersteht seinen rasanten Aufstieg vom Nobody zum Superstar zumindest äußerlich offenbar ungerührt.

Mercedes-Sportchef Norbert Haug war begeistert und erleichtert zugleich, dass auch die Spionage-Affäre keinen Einfluss auf die sportliche Darbietung des Teams hatte. "Besser und spannender geht's nicht. Lewis war mega, und Fernando ist nur eineinhalb Zehntel hinter ihm Dritter", sagte Haug.

Die positive Überraschung bildete im Qualifying wie auch schon im Training der zuletzt arg gebeutelte Schumacher. Der sechste Startplatz bedeutet die bislang beste Position in dieser Saison für den Prügelknaben, der zuletzt mit vielen Problemen zu kämpfen hatte. "Ich hoffe, dass wir das umsetzen können", sagte Schumacher im Hinblick aufs Rennen. Erfreulich für ihn zudem, dass er sich erstmals in dieser Saison vor seinem Teamkollegen Jarno Trulli (Italien) platzieren konnte, der Zehnter wurde.

Heidfeld enttäuscht

Nicht so gut lief es dagegen für Nick Heidfeld (Mönchengladbach/1:20,894) im BMW-Sauber, der bereits im zweiten Qualifying-Durchgang Glück hatte, als er als Zehnter um wenige Hundertstel am Ausscheiden vorbeischrammte. Am Ende reichte es für den Mönchengladbacher, der in der WM-Wertung mit 30 Punkten auf Platz fünf steht, nur zu Startplatz neun. "Nick hat keine optimale Runde erwischt", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, freute sich aber über den Fünftplatzierten Teamkollegen Robert Kubica (Polen), der "super unterwegs" gewesen sei.

Große Enttäuschung herrschte unterdessen bei Nico Rosberg, der mit einer Zeit von 1:21,219 Minuten vom 17. Platz aus ins Rennen geht: "Schuld war ein technischen Problem. Ich habe auf der Geraden viel Geschwindigkeit verloren. Ich muss morgen viel riskieren. Schade, ich war das ganze Wochenende gut drauf", erklärte der Williams-Toyota-Pilot. Für den 22-Jährigen war es das schlechteste Qualifying-Ergebnis der laufenden Saison.

Aufwärtstrend bei Sutil

Etwas besser als erwartet verlief das Qualifying für Adrian Sutil aus Gräfelfing. Im Spyker-Ferrari fuhr er noch vor dem Japaner Takuma Sato (Aguri-Honda) auf den 20. Platz (1:22,019). "Das war eine meiner besten Runden in der Saison. Absolut fehlerfrei", freute sich der Neuling. Zudem erfüllte er seine persönliche Zielstellung, den niederländischen Teamkollegen Christijan Albers hinter sich zu lassen, der 22. und damit Letzter wurde.

© SID

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