Motorsport Formel1
Hamilton glaubt an WM-Kampf "bis zum Schluss"

Nach seinen zuletzt starken Rennen plant Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton beim Großen Preis von Ungarn den nächsten Coup. Den WM-Kampf sieht der Brite offen bis zum Schluss.

Obwohl er zuletzt die namhaften Konkurrenten von Ferrari und BMW mit seinen brillanten Auftritten zu Statisten degradierte, glaubt Mclaren-Mercedes-Pilot Lewis Hamilton nicht an eine frühzeitige Entscheidung im Formel-1-Titelkampf. "Das ist doch klar, dass ich mir eine Entscheidung zu meinen Gunsten so früh wie möglich wünsche. Aber ein Blick auf die WM-Tabelle zeigt, dass das sehr unwahrscheinlich ist", sagt der Silberpfeil-Star vor dem Großen Preis von Ungarn am Sonntag (14 Uhr/live bei Premiere und RTL) in Budapest im sid-Interview.

Hamilton führt die Gesamwertung vor dem 11. von 18. WM-Läufen mit 58 Punkten und vier Punkten Vorsprung vor Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien) an. Auch Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland) liegt im zweiten Ferrari mit 51 Zählern noch gut im Rennen. Sogar BMW-Pilot Robert Kubica (Polen) hat mit 48 Punkten zumindest Außenseiterchancen.

Hamilton, der nach dem Vize-Titel 2007 in seinem erst zweiten Jahr in der Königsklasse den Fahrer-Thron erobern möchte, gibt sich keinen Illusionen hin. "Ich kann mir gut vorstellen, dass es wie im Vorjahr zum Showdown in Sao Paulo kommen wird - und ich will dabei sein, bis zum Schluss, wenn es um den WM-Titel geht", meint der 23-jährige Brite, dem vor einem Jahr im WM-Finale in Brasilien gerade mal zwei Punkte zur Krönung fehlten.

Haug: "Wird sehr lange sehr spannend bleiben"

Auch für Norbert Haug ist der Titelkampf völlig offen. "Es wird sehr lange sehr spannend bleiben", sagt der Mercedes-Sportchef dem sid. Hamiltons Leistung bei den überzeugenden Siegen in Silverstone und Hockenheim sei einzigartig gewesen, dennoch sei er noch lange nicht am Ziel, sagt Haug und warnt vor zu großem Lob: "Für mich fährt Lewis weltmeisterlich, wenn er Weltmeister ist."

Hamilton versucht, trotz aller Euphorie in seiner englischen Heimat kühlen Kopf zu behalten. "Ich kümmere mich nicht darum, was über mich geschrieben wird. Deshalb haben Lob oder Kritik keinen großen Einfluss auf mich", betont der WM-Spitzenreiter. Es wäre deshalb falsch, jetzt schon an den WM-Titel zu denken. Hamilton: "Dann würde ich vermutlich die Konzentration verlieren." Deshalb plane er nur von Rennen zu Rennen. Dem stimmt Haug zu, denn der Mercedes-Sportchef weiß: "Niemand ist uneinholbar."

Nach Hockenheim steht aber fest: Der Titel führt in diesem Jahr nur über Hamilton und die Silberpfeile. Der 23-Jährige gibt zu, dass dieser Sieg für ihn etwas ganz Besonderes gewesen sei: "Das Auto war das ganze Wochenende unglaublich schnell, und das beim Heimspiel von Mercedes zu demonstrieren - das machte dieses Rennen so speziell."

Hamilton glaubt an starken Ferrari-Auftritt in Ungarn

Das Auf und Ab in dieser Saison habe ihm aber gezeigt, dass es keine Verschnaufpause gibt, meint Hamilton: "Man kann niemals sagen, wer das schnellste Auto hat." Ferrari gebe bestimmt nicht auf, mit dem roten Rivalen sei immer zu rechnen: "Ich denke, sie werden in Ungarn wieder sehr stark sein." Und auch BMW-Sauber hat Hamilton noch auf der Rechnung: "Ihre Zeit kommt noch, es wäre ein Fehler, sie zu unterschätzen."

© SID

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