Motorsport Formel1
Hamilton holt in Abu Dhabi die Pole vor Vettel

Zur Formel-1-Premiere in Abu Dhabi hat sich Lewis Hamilton die Pole Position gesichert. Sebastian Vettel schaffte beim letzten Qualifying der Saison den Sprung auf Platz zwei.

Der entthronte Weltmeister Lewis Hamilton und der deutsche Hoffnungsträger Sebastian Vettel waren die Könige der Nacht. Hamilton sicherte sich bei der Formel-1-Premiere in Abu Dhabi am Sonntag (14.00 Uhr MEZ/live bei RTL und Sky) im Mclaren-Mercedes die Pole Position. Der Brite lag im Qualifying des WM-Finales 2009 fast 0,7 Sekunden vor Red-Bull-Pilot Vettel.

"Ich glaube, Lewis ist über den Abstand genauso überrascht wie ich", sagte Vettel, für den es nach dem geplatzten WM-Traum nun um den Titel Vize-Weltmeister geht. "Ich freue mich auf das Rennen, wir sind gut gerüstet." Ebenso wie das Qualifying wird das Rennen um 17.00 Uhr Ortszeit bei Tageslicht gestartet. Danach geht es bei immer noch drückender Hitze von mehr als 30 Grad Celsius in den malerischen Sonnenuntergang und anschließend direkt in die Nacht hinein.

Barrichello startet Jagd auf Vettel von Rang vier

Gerade mal zwei Punkte liegt Vettel in der WM-Wertung vor dem drittplatzierten Rubens Barrichello. Der Brasilianer steht im Brawn beim Finale hinter Vettels australischem Teamkollegen Mark Webber auf Rang vier. Der Brite Jenson Button startet in seinem ersten Rennen als Weltmeister im zweiten Brawn von Position fünf.

Zweitschnellster Deutscher war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der im Abschiedsrennen seines Arbeitgebers BMW auf Platz acht landete. Nico Rosberg (Wiesbaden) steht in seinem letzten Grand Prix für den Williams-Rennstall auf Rang neun.

Deutsches Schlusslicht am Samstag war Adrian Sutil auf Platz 17. Der Gräfelfinger rückte in der Startposition eine Position nach vorne, nachdem Heikki Kovalainen wegen eines Getriebewechsels nachträglich um fünf Plätze nach hinten versetzt wurde. Ein großes Problem mit den Reifen habe ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht, sagte Force-India-Pilot Sutil: "Ich war heute furchtbar langsam und bin nur rumgerutscht. Das war alles sehr enttäuschend."

Senna geht 2010 für Campos an den Start

Timo Glock muss nach seinem Unfall in Suzuka schweren Herzens auch in Abu Dhabi pausieren. "Es dauert noch etwa zwei Wochen, bis ich wieder in ein Formel-1-Auto steigen kann", sagte der 27-Jährige im RTL-Interview. Mit Arbeitgeber Toyota hat er abgeschlossen. "Ich will nochmal beim Team sein", sagt der Hesse. Das klingt sehr nach Abschied. Angeblich ist Glock bei Renault der Wunschkandidat.

Ein Cockpit sicher hat Bruno Senna. Das spanische Team Campos wird 2010 definitiv mit dem Neffen des 1994 tödlich verunglückten dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna an den Start gehen. "Für mich erfüllt sich ein Lebenstraum. Ich bin überglücklich", sagte der 26-Jährige, der nach der Vize-Meisterschaft in der GP2-Serie schon für dieses Jahr vergeblich auf den Sprung in die Formel 1 gehofft hatte. Nach der Last-Minute-Rettung des früheren Honda-Teams hatte Teamchef Ross Brawn aber kurzfristig auf die Erfahrung von Sennas brasilianischem Landsmann Barrichello gesetzt.

Formel-1-Boss Bernie Ecclestone begrüßte das Engagement Sennas ausdrücklich und zeigte sich erfreut darüber, den glanzvollen Namen 2010 wieder im Starterfeld zu haben. "Das ist gut für alle. Es ist gut für ihn, gut für Campos und gut für den gesamten Sport."

© SID

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