Motorsport Formel1
Hamilton startet in Montreal von der Pole Position

Beim GP von Kanada wird Lewis Hamilton aus der Pole Position starten. Der Brite im Mclaren-Mercedes verwies seinen Teamkollegen Alonoso auf Rang zwei. Nick Heidfeld landete auf Rang drei, Nico Rosberg auf Platz sieben.

Wunderkind Lewis Hamilton hat sein Formel-1-Märchen mit der ersten Pole Position fortgeschrieben. In seinem sechsten Grand Prix wird der 22 Jahre alte Brite im Mclaren-Mercedes beim Großen Preis von Kanada erstmals auf Startplatz eins stehen.

Hamilton hatte auf dem ihm bis Freitag noch völlig unbekannten Circuit Gilles Villeneuve in letzter Minute seinem Teamkollegen, Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) noch die Pole entrissen. Eine ebenso brillante Leistung wie Hamilton zeigte auch BMW-Sauber-Pilot Nick Heidfeld aus Mönchengladbach auf Rang drei. Nico Rosberg (Wiesbaden) kam im Williams-Toyota auf Position sieben.

"Das ist ein fantastischer Tag für mich. Wir hatten die Geschwindigkeit und haben es in der letzten Minute dann auf den Punkt gebracht, was nicht einfach war", meinte Hamilton, der in 1:15,707 Minuten rund vier Zehntel schneller war als Alonso und jetzt nach einem dritten und vier zweiten Plätzen den ersten Sieg anpeilt: "Am Sonntag wartet wieder eine neue Erfahrung auf mich, mein erster Start von der Pole Position."

"Ein echter Traum, das übertrifft meine Erwartungen."

Auch Mercedes-Sportchef Norbert Haug war voll des Lobes: "Ein echter Traum, das übertrifft meine Erwartungen." Zumal Alonso als Zweiter zum zweiten Mal in Folge eine silberne erste Startreihe komplettiert und die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (Finnland) und Felipe Massa (Brasilien) nur auf die Plätze vier und fünf kamen.

Heidfeld war sehr zufrieden mit der Einstellung seines Qualifikations-Ergebnisses von Melbourne. "Wir hatten gehofft, hier wieder stark zu sein, wie BMW und Sauber früher auch", sagte Heidfeld, dem BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen eine "sehr starke Leistung" bescheinigte.

Pech hatte dagegen wieder Ralf Schumacher (Kerpen), der im Toyota im Verkehr steckenblieb und in der ersten Qualifiationsrunde als 18. ausschied. Adrian Sutil (Gräfelfing) besiegte auf der Strecke zumindest wieder deutlich seinen Teamkollegen Christijan Albers (Niederlande) und startet wegen der Rückstufung von Renault-Mann Heikki Kovalainen (Motorwechsel) von Position 20.

"Quick Nick" blieb ganz cool

Vor dem 6. von 17 WM-Läufen am Sonntag (19.00 Uhr) führt Alonso vor seinem punktgleichen Teamkollegen Hamilton die WM-Wertung an (beide 38). Dahinter folgen Massa (33) und Räikkönen (23) sowie Heidfeld auf Rang fünf (18). Der musste zwischenzeitlich um den Einzug in die letzte Runde zittern, nachdem ihm die Rennkommissare seine zu dem Zeitpunkt sechstbeste Zeit gestrichen hatten, weil er in einer Schikane abgekürzt hatte. Doch "Quick Nick" blieb ganz cool und legte in letzter Sekunde trotz eines Mauerkontakts eine noch bessere Runde nach. Mit der kam er sicher unter die Top 10, wo er dann wieder Drittschnellster war.

"Ich hatte keine einzige freie Runde, aber die anderen können sich ja auch nicht in Luft auflösen", meinte "Schumi II", dem es in diesen "schwierigen Zeiten" dennoch nicht schwerfalle, sich immer wieder zu motivieren: "Jetzt muss ich schauen, dass ich im Rennen ein paar Plätze gutmache. Das Potenzial war da, wir waren hier schneller als in Monte Carlo."

Sutil war enttäuscht, dass er wieder mal nur zwei, drei Runden auf der Strecke war. "Ich würde gerne mehr im Auto sitzen. Aber ich muss lernen", sagte der 24-Jährige. Für den Neuling, der in Monaco mit einer überraschenden Trainingsbestzeit im Regen sein Potenzial angedeutet hatte, sind derzeit die internen Duelle mit dem früheren DTM-Piloten Albers das Maß der Dinge. "Was zählt, ist eigentlich nur der Teamkollege. Den muss ich im Griff haben. Wenn ich hinter ihm sein sollte, würde mich das tierisch nerven."

© SID

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