Motorsport Formel1
Hamilton wird neuer Alonso-Kollege

Wie erwartet hat Mclaren-Mercedes Lewis Hamilton als zweiten Fahrer der Formel-1-Saison 2007 neben Champion Fernando Alonso vorgestellt. Der 21 Jahre alte Engländer übernimmt das Cockpit von Kimi Räikkönen.

Lewis Hamilton wird erwartungsgemäß als zweiter Pilot für Mclaren-Mercedes an den Start der Formel-1-Saison 2007 gehen. Das Silberpfeil-Team stellte den 21 Jahre alten Engländer am Freitag als Teamkollegen von Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) vor. GP2-Champion Hamilton wird der erste dunkelhäutige Pilot in der Königsklasse.

Schon seit Monaten war in der Szene die Beförderung des von Mclaren-Chef Ron Dennis und Mercedes bereits seit neun Jahren protegierten Super-Talents erwartet worden. "Seit 1998 spielt Lewis in unserer langfristigen Planung eine wichtige Rolle. Heute wird sein Traum vom Formel-1-Cockpit wahr, und wir freuen uns mit ihm. Es wird die größte Herausforderung seiner Karriere, aber er wird sie meistern", sagte Dennis.

"Ich bin mit Mclaren und Mercedes groß geworden und alles, was ich bisher erreicht habe, verdanke ich ihrer Unterstützung und Führung", meinte der neue Silberpfeil-Pilot, der vor seinem GP2-Triumph in diesem Jahr 2005 auch souverän die Formel-3-Euroserie gewonnen hatte. "Klar ist, dass Lewis im Vergleich mit anderen Formel-1-Fahrern noch ein Erfahrungsdefizit in solchen Autos hat. Ausgiebige Tests in den nächsten Monaten werden ihn aber auf seine erste Saison vorbereiten. Ich freue mich sehr, dass ein Junge wie er seine verdiente Chance erhält", erklärte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Vorzug vor de la Rosa

Alonso, der schon im Dezember 2005 den Wechsel von Renault zu Mclaren-Mercedes vereinbarte, und Hamilton sollen 2007 die Silbernen wieder an die Spitze der Formel 1 führen. Alonso übernimmt den Platz des Finnen Kimi Räikkönen, der als Nachfolger des zurückgetretenen Rekord-Weltmeisters Michael Schumacher zu Ferrari wechselt. Hamilton erhielt den Vorzug gegenüber dem Spanier Pedro de la Rosa, der 2006 nach der Kündigung für Juan Pablo Montoya (Kolumbien) vom Test- zum Einsatzfahrer aufgerückt war und jetzt wieder ins zweite Glied zurücktreten muss.

Hamilton gilt in der Szene als Wunderknabe. Im Alter von zwölf Jahren hatte er am Rande einer Preisverleihung in einem schwarzen Anzug mutig Ron Dennis angesprochen. "Ich möchte eines Tages für ihr Formel-1-Team fahren", sagte Hamilton damals.

Hamiltons Großeltern stammen aus Trinidad

"Er kam auf mich zu, war aber noch so klein, dass er zu allen aufschauen musste", erzählte Dennis einmal im vorigen Jahr: "Ich habe zu ihm gesagt: "Wenn du die diesjährige Kartmeisterschaft gewinnst, dann komm wieder." Ein Jahr später stand er vor mir: "Ich habe die Meisterschaft gewonnen."

Dennis nahm Hamilton unter seine Fittiche. "Es waren seine ganze Persönlichkeit, seine offensichtliche Leidenschaft und seine Einsatzbereitschaft, die mich dazu bewogen haben, diesem Jungen eine Chance zu geben", sagte er. Hamiltons Hautfarbe spielte für Dennis dabei keine Rolle. "Ich habe immer zu ihm gesagt: An dem Tag, an dem du das auszunutzen versuchst, bekommst du ein Problem mit mir. Er muss seine Karriere auf seine Fähigkeiten als Rennfahrer aufbauen", erklärte der Mclaren-Chef.

"Meine Hautfarbe ist insofern ein Vorteil, dass die Leute darüber sprechen. Deshalb bin ich aber nicht in dieser Position", sagte Hamilton, dessen Großeltern aus Trinidad stammen, einmal der renommierten Londoner Times: "Es freut mich, wenn andere schwarze Kinder sehen, was ich zustande bringe, und mir nacheifern, aber das motiviert mich nicht. Ich tue das für mich, weil ich in der Formel 1 gewinnen will - und weil ich glaube, dass ich dafür gut genug bin."

© SID

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