Motorsport Formel1
Haug erwartet "ganz heißen Zweikampf mit Ferrari"

Mercedes-Sportchef Norbert Haug glaubt beim Grand Prix in Bahrain an einen "ganz heißen Zweikampf mit Ferrari". Man habe nach dem Doppelsieg von Malaysia nicht "groß gefeiert, sondern weitergearbeitet".

Mclaren-Mercedes hat sich in der Formel-1-WM mit dem Doppelsieg in Malaysia eindrucksvoll zurückgemeldet. Beim Großen Preis von Malaysia ist Weltmeister Fernando Alonso im "Silberpfeil"-Cockpit der Top-Favorit, doch Konkurrent Ferrari rechnet sich auch Chancen aus. Der Spanier könnte am Saisonende als dritter Fahrer der Geschichte seinen dritten WM-Titel in Folge feiern.

"Natürlich wollen wir am Ende ganz oben stehen und in Bahrain können wir den dritten von 17 Schritten machen", sagt Mercedes-Sportchef Norbert Haug vor dem Rennen am Sonntag (13.30 Uhr Mesz/RTL und Premiere live): "Wir haben den Sieg nicht groß gefeiert, sondern weitergearbeitet. Wir werden in der Wüste wieder gut aussehen, aber das wird ein ganz heißer Zweikampf mit Ferrari." Wie in Malaysia sind auch die Bedingungen auf dem mitten in die Wüste gebauten Kurs bei über 30 Grad und flirrender Sonne extrem, dazu erschwert der hereinwehende Sand das Fahren.

Alonso: "An Kräfteverhältnis nicht viel geändert"

"Das wird extrem anspruchsvoll und es wird überaus schwer, Ferrari wieder zu schlagen. Aber es sind nur vier Tage seit dem letzten Rennen, da dürfte sich im Kräfteverhältnis nicht viel geändert haben", sagt Alonso: "Wir führen in beiden WM-Wertungen und müssen unsere Position nur verteidigen." Zwei Punkte Vorsprung hat er in der Fahrer-WM vor seinem Ferrari-Konkurrenten Kimi Räikkönen (Finnland), der nach seinem dritten Platz in Malaysia stinksauer war. Temperaturprobleme machten für das weiterhin schnellste Auto im Feld den zweiten Saisonsieg unmöglich, aber mit neuem Motor will der "Iceman" ganz cool zurückschlagen.

"Wir haben unsere Lektion gelernt und wollen das Blatt wieder wenden", meint Räikkönen. Allerdings spüren die "Roten" schon den heißen Atem von Nick Heidfeld im Rücken, der als Spitzenreiter für zwei Runden in Malaysia schon mal am ersten Sieg seiner Karriere und für BMW schnuppern konnte. "Natürlich wäre es schön, endlich aufs Podest zu fahren. Ich hätte nichts dagegen, wenn ich wieder vor einem Ferrari wäre, aber realistisch gesehen ist BMW nur die dritte Kraft", meint der Mönchengladbacher, der in der WM-Wertung als Vierter nur acht Punkte hinter Alonso zurückliegt.

Heidfeld will Konstanz, Schumacher Steigerung

Wie fast alle anderen Fahrer sammelt Heidfeld bereits seit Montag in Bahrain fremde Einblicke: "Es ist ungewohnt, die Menschen in ihren langen Gewändern zu sehen und die meisten Frauen verhüllt." Nur gute Erinnerungen hat Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) an den Wüstenstaat, denn im vergangenen Jahr startete der 21-Jährige seine Formel-1-Karriere mit einem fulminanten siebten Platz samt schnellster Rennrunde. Ähnliches hat der Weltmeister-Sohn, der in Malaysia auf Platz sechs liegend auf dem Weg zum besten Resultat seiner Karriere ausfiel, auch diesmal im Sinn: "Es geht ganz eindeutig nach oben. Ich will wieder in die Punkte fahren."

Das gleiche Ziel hat Toyota-Mann Ralf Schumacher (Kerpen) nach seinem blamablen 15. Platz am Ostersonntag. Er fährt auch für die Verlängerung seines zum Saisonende auslaufenden 17-Millionen-Euro-Vertrages und die Zukunft in der Formel 1: "Nach jedem Tal kommt wieder ein Hoch. Wir haben gute Karten in Bahrain." Adrian Sutil (Gräfelfing) will im unterlegenen Spyker-Boliden "besser sein als in Malaysia", was ihm nicht schwer fallen dürfte. Dort fiel er nach einem Crash gleich in Runde eins aus.

© SID

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