Motorsport Formel1
Haug hofft auf fortgesetzte Dominanz

Norbert Haug hat nach den letzten Erfolgen der "Silberpfeile" in der Formel 1 Grund zur Zufriedenheit. "Wenn man sowas irgendwo abonnieren könnte, würde ich das sofort machen", erklärte der Mercedes-Sportchef.

In der Formel 1 ist Mclaren-Mercedes nach dem Doppelsieg in Monaco und mit beiden Fahrern an der Spitze der WM-Wertung zurzeit das Maß aller Dinge. Wenn es nach Mercedes-Sportchef Norbert Haug ginge, würde es für den Rest der Saison auch so bleiben. "Wenn man sowas irgendwo abonnieren könnte, würde ich das sofort machen", sagte der Schwabe vor dem Großen Preis von Kanada in Montreal am kommenden Sonntag (19.00 Uhr Mesz) dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Stattdessen konzentriert man sich bei den "Silberpfeilen" weiter auf die Arbeit. Zuverlässigkeit auf höchstem Niveau ist das aktuelle Erfolgsgeheimnis von Weltmeister Fernando Alonso (Spanien) und seinem "Kronprinzen" Lewis Hamilton (Großbritannien). Beide führen vor dem 6. von 17 WM-Läufen mit jeweils 38 Punkten und fünf Zählern Vorsprung auf Ferrari-Pilot Felipe Massa (Brasilien), der wie Alonso immerhin schon zwei Rennen gewonnen hat.

Hamilton hat ersten Sieg im Visier

Ein Sieg fehlt Lewis Hamilton noch in seinem ganz persönlichen Formel-1-Märchen. In den ersten fünf Rennen stand der 22-Jährige immer auf dem Podium, einmal als Dritter, danach viermal in Folge als Zweiter. Die britische Presse hätte Hamilton gerne schon in Monte Carlo als Sieger gefeiert und brachte mit ihren eindeutigen Unterstellungen die Untersuchung des Automobil-Weltverbandes FIA über eine angebliche Teamorder bei Mclaren ins Rollen.

"Das war ein merkwürdiges Konstrukt. Am Pfingstmontag gab es keine Zeitungen und am Dienstag wurde der Sieg in Frage gestellt", sagte Haug: "Wenn die FIA etwas gefunden hätte, dann hätte sie es auch geahndet. Aber da gab es nichts zu finden."

Nicht auf den Erfolgen ausruhen

Haug räumte ein, dass auch Hamilton in Monaco ähnlich wie bei seinem zweiten Platz in Bahrain siegfähig gewesen sei: "Aber wenn in Monaco die Möglichkeit nicht gegeben ist, bei den Boxenstopps zu überholen, dann geht es dort eben nicht." Der jahrelang von Mclaren und Mercedes akribisch geförderte Jungstar bekomme jederzeit ebenso wie Alonso alle Unterstützung, aber niemand im Team breche deshalb in Hektik aus.

Für das Rennen in Montreal, das an die Autos völlig andere Anforderungen stellt als Monte Carlo, rechnet Haug nicht mit einer erneuten Dominanz: "Ferrari wird wieder stark sein, Renault kommt, BMW-Sauber pusht enorm. Es besteht die Möglichkeit, dass es enger wird."

Gerade deshalb dürfe man sich nicht auf den Erfolgen der ersten fünf Rennen ausruhen. "Ich freue mich über die Präzision und darüber, dass wir alle bisherigen Rennrunden absolviert haben", sagte Haug: "Aber Stillstand bedeutet Rückschritt. Wer nicht fortlaufend weiterentwickelt, kann seinen Rhythmus nicht halten. Und es gibt noch Raum für Verbesserungen."

© SID

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