Motorsport Formel1
Heidfeld hat keine Lust auf "mutierte Formel 3"

Nick Heidefeld kann sich im Falle einer unbefriedigenden Lösung im Regelstreit seinen Ausstieg aus der Formel 1 vorstellen. "Man macht sich schon Sorgen und Gedanken", so Heidfeld.

Nick Heidfeld hat als zweiter Fahrer nach dem zweimaligen Weltmeister Fernando Alonso für den Fall einer unbefriedigenden Lösung im Regelstreit einen Ausstieg aus der Formel 1 angedeutet. "Wenn es zu einer Formel drei mutieren würde, wäre es nicht unbedingt etwas, wo man dabei bleiben wollte", sagte der BMW-Sauber-Pilot am Donnerstag in Istanbul: "Die letzten Monate waren extrem. Und in der jetzigen Situation ist es unvorhersehbar, was passiert. Niemand weiß genau, wie es weitergeht. Deshalb macht man sich schon Sorgen und Gedanken."

Eigentlich, so betonte der 32-Jährige, "will ich hier bleiben". Doch mit seinen Gedanken an Alternativen sei er nicht der einzige. "Wir sind alle hier, weil die Formel 1 die beste Serie der Welt ist, und nicht nur, weil sie Formel 1 heißt", sagt er: "Wenn die Formel 1 nicht mehr das darstellen würde, was sie jetzt darstellt - also, wenn es nicht mehr die Serie der besten Teams und der besten Fahrer der Welt und damit die Spitze des Motorsports wäre - würde sich der eine oder andere sicher überlegen, ob er nicht woanders hingeht."

Heidfeld hält Alternativ-Serie für unwahrscheinlich

Den Aufbau einer alternativen Serie hält Heidfeld momentan für nicht wahrscheinlich. "Im Moment wäre es sicher schwierig, so etwas aufzubauen. Aber auf lange Sicht könnte sich etwas entwickeln und etablieren", sagte er: "Ich habe mich aber noch nicht konkret damit beschäftigt, weil ich weiterhin auf eine gute und für alle sinnvolle Lösung hoffe."

Wie groß die Chancen auf eine Einigung sind, vermag der 32-Jährige nicht einschätzen. "Man verfolgt die Neuigkeiten natürlich noch aufmerksamer als sonst", sagte er: "Aber es ist auch klar, dass nicht alles nach außen dringt, was hinter verschlossenen Türen besprochen wird."

Streit um Reglement und Budgetgrenze

Seit Monaten streiten der Automobil-Weltverband FIA und die Teamvereinigung Fota über das Reglement für die WM 2010 und die Einführung einer Budgetobergrenze. Zwar haben sich inzwischen alle Teams für die kommende Saison eingeschrieben, allerdings nur unter Vorbehalt. Nur wenn die FIA bestimmte Bedingungen erfüllt, wollen die Rennställe ein Concorde Agreement für einen Verbleib bis 2012 unterschreiben.

Heidfelds Team gehörte ebenfalls zu den schärfsten Kritikern der FIA. Allerdings ist die größte Sorge von BMW-Sauber, nämlich das Entstehen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft durch die Einführung einer freiwilligen Budget-Obergrenze mit Begünstigungen bei deren Einhaltung, inzwischen vom Tisch.

© SID

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