Motorsport Formel1
Heidfeld sitzt bis mindestens 2009 im BMW-Sauber

Der deutsche Formel-1-Pilot Nick Heidfeld hat sich nach wochenlangen Verhandlungen mit seinem Rennstall BMW-Sauber auf eine Vertragsverlängerung bis zum Saisonende 2009 geeinigt. Robert Kubica bleibt Teamkollege.

BMW-Sauber hat die Weichen für die Zukunft gestellt - eine höchst erfolgreiche, wenn es nach den Münchner geht, die in Zukunft den großen Rivalen Ferrari und Mclaren-Mercedes auf die Pelle rücken wollen. Die Bayern bestätigten am Dienstag Nick Heidfeld (Mönchengladbach) und Robert Kubica (Polen) als Fahrerpaarung für die WM-Saison 2008. "Nick und Robert haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir uns als dritte Kraft etabliert haben", begründete BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen die frühe personelle Entscheidung: "Mit diesem starken Fahrerteam sind wir bestens aufgestellt."

Heidfeld verlängerte seinen Vertrag nach wochenlangem Poker um zwei Jahre bis zum Saisonende 2009. Die Gage des Mönchengladbachers soll unverändert bei fünf Mill. Euro plus Erfolgsprämie liegen. Der Vertrag beinhaltet eine Option auf ein weiteres Jahr bis 2010. Damit steht fest, dass Heidfeld seine Formel-1-Karriere bei den Münchnern beenden wird.

Für Heidfeld war es "immer klar"

"Für mich war immer klar, dass ich weiter für BMW-Sauber fahren möchte, und ich habe nie daran gezweifelt, dass es so kommen würde", sagte Heidfeld. Es sei großartig, dass er beim Aufbau eines neuen Teams mitarbeiten und seinen Beitrag leisten könne. Wenn er die Fortschritte betrachte, die das Team in den vergangenen beiden Jahren gemacht habe, sei das für ihn unheimlich motivierend. Heidfeld: "Ich habe persönlich große sportliche Ziele und bin überzeugt, dass ich diese mit BMW-Sauber erreichen kann."

BMW sei immer das Wunschteam gewesen und habe deshalb bei den Verhandlungen absolute Priorität gehabt, sagte Heidfelds Manager Werner Heinz dem sid. Eine Option für "Quick Nick" sei zuvor auch Honda gewesen, meinte der Manager weiter: "Doch jetzt sind wir froh, dass wir bei BMW bleiben."

Nach Heidfelds Vertragsverlängerung ist auch ein möglicher Wechsel von Weltmeister Fernando Alonso zu BMW-Sauber vom Tisch. Angeblich will der Spanier seinen Arbeitgeber Mclaren-Mercedes verlassen, weil er sich gegenüber seinem jungen britischen Teamkollegen Lewis Hamilton benachteiligt fühlt.

Alonso steht noch bis 2009 bei den Silberpfeilen unter Vertrag, doch seit geraumer Zeit halten sich hartnäckig Gerüchte, dass der zweimalige Weltmeister schon im nächsten Jahr wieder für Renault fährt.

42 WM-Punkte und zwei Podestplätze in dieser Saison gaben aber den Ausschlag für Heidfeld, wie Theissen zugibt. Mit seiner großen Erfahrung habe er wesentlichen Anteil am Fortschritt des Teams, so der Motorsportdirektor.

Kubica "ein Rodhdiamant"

Für Kubica ist 2007 die erste komplette Saison in der Formel 1. In dieser Zeit habe er sich laut Theissen als gleichwertiger Partner von Heidfeld etabliert: "Robert ist enorm schnell und verfügt trotz seiner Jugend bereits über sehr viel technisches Verständnis. Er ist ein Rohdiamant, den wir zum Siegfahrer schleifen wollen."

Er sei seit gut einem Jahr in der Formel 1 und habe schon eine Menge Erfahrung gesammelt. Dennoch lerne er jeden Tag noch dazu und verbessere sich stetig. "Wir werden uns jetzt darauf konzentrieren, unsere gemeinsamen, hohen Ziele zu erreichen", sagte Kubica, der am 10. Juni in Montreal einen Horror-Unfall wie durch ein Wunder fast völlig unverletzt überstanden hatte.

© SID

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