Motorsport Formel1
Heidfeld vor sofortiger Rückkehr zu Sauber

Laut Medienberichten steht Nick Heidfeld vor der Rückkehr in ein Formel-1-Stammcockpit. Offenbar soll der 33-Jährige im nächsten Rennen für das Team Sauber an den Start gehen.

Nick Heidfeld steht offenbar unmittelbar vor der Rückkehr in die Formel-1-WM - und das bei seinem früheren Team Sauber. Laut verschiedenener Medienberichte soll der Mönchengladbacher schon beim nächsten Rennen am 26. September in Singapur den 39 Jahre alten Spanier Pedro de la Rosa ersetzen. Heidfeld war erst vor einigen Wochen von Mercedes von seinem Posten als Ersatzfahrer freigestellt worden, um Reifenhersteller Pirelli bei der Entwicklung der Reifen für die kommende Saison zu unterstützen.

Heidfelds Manager Andre Theuerzeit wollte den Deal noch nicht bestätigen. "Das Einzige, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich nichts dazu sagen kann", sagte er dem SID. Auch Teamchef Peter Sauber hält sich noch bedeckt: "Ich möchte zum Thema Fahrer derzeit nichts sagen." Die Schweizer Boulevard-Zeitung Blick verkündete Heidfelds Rückkehr derweil schon als perfekt.



Testfahrer für Pirelli

Damit würde sich Heidfelds Traum, wieder Rennen zu fahren, schneller erfüllen als erwartet. Vor nicht einmal einem Monat hatte er seinen Vertrag bei Mercedes aufgelöst, um zu Pirelli zu wechseln. Mit den Testfahrten für die Italiener, die er in dieser Woche wohl noch fortsetzen soll, wollte er nicht nur die seit Jahresbeginn vermisste Fahrpraxis zurückerlangen. Die Kenntnisse über die neuen Reifen sollten ihn auch zu einem begehrten Mann auf dem Transfermarkt machen.

Der 33 Jahre alte Mönchengladbacher absolvierte in seiner Karriere bislang 168 Rennen und gilt als schneller und zuverlässiger Top-Pilot, auch wenn er noch keinen GP-Sieg auf seinem Konto hat. Insgesamt achtmal wurde er Zweiter, zuletzt in Malaysia 2009. Für den Sauber-Rennstall fuhr "Quick Nick" bereits zwischen 2001 und 2003, nach der Übernahme des Teams durch BMW kehrte er 2006 nach Hinwil zurück.



De la Rosa für Sauber bislang wenig erfolgreich

Nach dem Ausstieg der Münchner zum Ende der vorigen Saison setzte Sauber dann allerdings auf de la Rosa und auf den Japaner Kamui Kobayashi, dessen Vertrag in der vorigen Woche für 2011 verlängert wurde. Heidfeld hatte sich Hoffnungen auf einen Platz im Mercedes-Werksteam gemacht, nach der Rückkehr von Michael Schumacher kam er dort zumindest als Ersatzfahrer unter.

Sauber hatte sich neben Kobayashi für de la Rosa entschieden, weil er frisches Blut ins Team bringen wollte. Während der Japaner aber in dieser Saison schon insgesamt 21 Punkte holte, steht für de la Rosa, der vor dem Engagement bei Sauber lange Jahre Testfahrer bei Mclaren-Mercedes war, nur ein siebter Platz in Ungarn zu Buche.

© SID

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