Motorsport Formel1
Heidfelds Zukunft noch ungewiss

BMW-Pilot Nick Heidfeld weiß vor dem letzten Grand Prix der Saison in Abu Dhabi nicht, ob er auch im kommenden Jahr noch in der Formel 1 starten wird.
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Die Sonne brennt, der Schweiß steht ihm auf der Stirn, und die Premiere in Abu Dhabi könnte seine letzte Ausfahrt in der Formel 1 sein: Nick Heidfeld steht nach dem Abschiedsrennen von BMW vor einer ungewissen Zukunft, doch Angst, dass er in die Wüste geschickt wird, hat er nicht. "Ich bin ziemlich sicher, dass ich nächstes Jahr hier sein werde", sagt der Mönchengladbacher fast trotzig: "Wir sprechen mit ein paar Teams."

Viele Alternativen dürfte Heidfeld nach einer enttäuschenden Saison allerdings nicht haben. Vielleicht Toyota, vielleicht auch Renault, am ehesten könnte er wohl beim BMW-Nachfolgeteam von Peter Sauber einen Job bekommen. Das weiß auch Heidfeld: "Hoffentlich wird das Team am Start sein. Ich glaube, dass Sauber viel besser sein wird als die neuen Teams." Neue Rennställe seien zwar wichtig für die Formel 1, aber der Abschied von Sauber wäre für ihn jammerschade: "Das wäre schwer zu verstehen."

Nur Vettel sitzt derzeit fest im Sattel

Heidfeld ist in der "Formel deutsch" der große Wackelkandidat. Sollte der Mönchengladbacher aber einen Arbeitgeber finden, wäre 2010 wahrscheinlich die Rekordzahl von sechs deutschen Fahrern am Start. Dennoch ist derzeit nur Jungspund Sebastian Vettel, der im WM-Finale 2009 am Sonntag (14 Uhr MEZ/live bei RTL und Sky) in Abu Dhabi den zweiten WM-Rang sichern will, gesetzt. Der 22-Jährige aus Heppenheim steht bis zum Saisonende 2011 bei Red Bull unter Vertrag.

Nico Rosberg sitzt in Abu Dhabi letztmals im Williams-Cockpit, doch es gilt als sicher, dass der 24-Jährige im kommenden Jahr an der Seite von Weltmeister Jenson Button für das Brawn-Team fährt. Der zurzeit verletzt pausierende Toyota-Pilot Timo Glock (Wersau) soll angeblich bei Renault ganz hoch im Kurs stehen. Adrian Sutil (Gräfelfing) dürfte aller Voraussicht nach weiter für Force India starten, GP2-Champion Nico Hülkenberg (Emmerich) wird bei Williams wohl vom Test- zum Stammfahrer aufsteigen.

"Quick Nick" noch immer ohne Sieg

Heidfeld hat sich in der Formel 1 bislang nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Seinem Beinamen "Quick Nick" macht er schon lange keine Ehre mehr. Seit mittlerweile 167 Rennen wartet er immer noch auf den ersten Sieg in der Formel 1. In dieser Saison belegt Heidfeld vor dem Finale mit nur 15 Punkten den enttäuschenden 14. Platz in der Fahrer-Wertung.

Den Ausstieg von BMW bedauert Heidfeld sehr. Das letzte Rennen für die Weiß-Blauen sei für ihn deshalb etwas Besonderes, vor allem, was die Emotionen angeht, sagt der Mönchengladbacher: "Ich glaube aber, dass sich alle auf die Aufgabe konzentrieren werden, die sie zu erledigen haben. Es ist keine einfache Situation, wenn niemand weiß, ob es Sauber überhaupt noch geben wird. Es wird unser Abschneiden hier aber nicht beeinflussen."

© SID

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