Motorsport Formel1
Hülkenberg wird Testfahrer bei Williams

Der 20 Jahre alte Nico Hülkenberg aus Emmerich wird im kommenden Jahr in der Formel 1 als Testfahrer für den Rennstall von Sir Frank Williams arbeiten. Hülkenbergs Manager Willi Weber bestätigte die Einigung.

Nico Hülkenberg hat den Sprung in die Formel 1 geschafft: Der 20-Jährige wird im kommenden Jahr als Testfahrer für Williams Erfahrung in der Königsklasse sammeln. "Ich freue mich riesig, dass Nico dort jetzt sein Können unter Beweis stellen kann", sagte Hülkenbergs Manager Willi Weber dem Sport-Informations-Dienst (sid) und bestätigte die Einigung mit Sir Frank Williams.

Hülkenberg wird 2008 allerdings nur Testaufgaben für Williams übernehmen und nicht als Ersatzfahrer bei den Rennen fungieren. Stattdessen will der Emmericher sich auf den anvisierten Titelgewinn in der Formel-3-Euroserie konzentrieren. Weber, der in den 90er Jahren schon Michael und Ralf Schumacher in die Formel 1 gebracht hatte, hofft aber, dass der Testvertrag bei Williams für seinen neuen Schützling der erste Schritt in eine positive Zukunft in der Formel 1 ist.

Der Rheinländer Hülkenberg, der im vorigen Winter Webers deutsches Team zum Gesamtsieg in der A1-GP-Serie geführt hatte und 2007 als Neuling Platz drei in der Formel-3-Euroserie belegte, hatte in der vorigen Woche zwei Tage für Williams getestet und dabei einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Weber hatte danach schon auf den Testvertrag als Weihnachtsgeschenk spekuliert.

Sechs deutsche Fahrer in der Königsklasse

Neben den Stammpiloten Rosberg, Nick Heidfeld (BMW-Sauber), Sebastian Vettel (Toro Rosso), Timo Glock (Toyota) und Adrian Sutil (Force India) wird Hülkenberg im nächsten Jahr der sechste deutsche Fahrer in der Königsklasse sein.

"Der Speed und die Bremsen, das war für mich natürlich eine ganz andere Welt. "Unheimlich, wie schnell das vorwärts geht. Jetzt weiß ich, warum für die Formel 1 eine lange Lehrzeit in den kleineren Klassen notwendig ist", hatte Hülkenberg in der vorigen Woche seine ersten Eindrücke von der Formel 1 beschrieben: "Ich habe mich aber schnell daran gewöhnt."

Den möglichen Testvertrag hatte der Rheinländer beim Fahren in Jerez aber "nie im Hinterkopf". "Ich habe mir gesagt: Wenn es klappt, wäre es toll. Wenn nicht, dann konzentriere ich mich nächstes Jahr auf die Formel-3-Euroserie. Ich habe das Fahren im Formel-1-Auto einfach nur genossen. Es hat unheimlich Spaß gemacht."

© SID

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