Motorsport Formel1
Kein Bundesverdienstkreuz für Michael Schumacher

Bundespräsident Horst Köhler hat dem siebenmaligen Formel-1-Weltmeister das Bundesverdienstkreuz verwehrt. Begründet wurde der Schritt dadurch, dass Schumacher bereits Träger des "Silbernen Lorbeerblattes" sei.

Michael Schumacher wird das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland nicht verliehen bekommen. Bundespräsident Horst Köhler hat, einem Bericht des Kölner Expresses zufolge, einen entsprechenden Antrag abgelehnt.

"Bei Herrn Schumacher ist eine Würdigung seiner anerkanntermaßen sportlichen Leistungen bereits durch die Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes erfolgt. Sein darüber hinausreichendes Engagement ist jedoch nach den strengen Maßstäben der Ordensrechtlinien für die Verleihung des Verdienstordens leider nicht ausreichend", teilte Franz Wessendorf, Ordenskanzler im Bundespräsidialamt, dem Antragsteller in Köhlers Namen laut Express schriftlich mit.

"Schumi" reagiert gelassen auf Ablehnung

Schumacher selbst nahm die Abfuhr Köhlers scheinbar gelassen zur Kenntnis. Er finde es schön, dass Menschen darüber nachdenken würden und ihm eine solche Ehrung wünschen. Und das sei ihm viel wichtiger, sagte der 37-Jährige in Barcelona: "Ich habe ja genug Titel und Ehrungen in meinem Leben erhalten. Ob ich jetzt eine mehr oder weniger habe, ist mir schon in der Vergangenheit nicht so wichtig gewesen. Und daran hat sich nichts geändert."

Nein zu "Schumi", Ja zu Heiner Brand - Bundespräsident Köhler hatte zuletzt selbst gemäß seines Vorschlagsrechtes die Verleihung des Verdienstkreuzes für Handball-Weltmeistertrainer Brand am kommenden Dienstag auf den Weg gebracht. Auch der frühere Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hatte diese Auszeichnung erhalten. Dazu heißt es in dem Schreiben aus dem Bundespräsidialamt: "Die Auszeichnung von Herrn Klinsmann erfolgte ... nicht für seine Leistungen als Sportler, sondern für seine Verdienste als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft."

Brand gab Schumacher Rückendeckung. "Ich will mir über andere kein Urteil erlauben. Aber ich würde es ihm gönnen, doch das müssen andere entscheiden", sagte der Handball-Bundestrainer dem sid.

Für den Wahl-Schweizer Schumacher ist die Absage ein weiterer Rückschlag, nachdem ihm bereits seine Heimatstadt Kerpen die Ehrenbürgerwürde verwehrt hatte. In Italien war man da großzügiger. Die Ferrari-Heimatstadt Maranello ernannte Schumacher wenige Tage nach seinem Rücktritt zum Ehrenbürger. In San Marino ist er bereits seit einigen Jahren Ehren-Botschafter.

© SID

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