Motorsport Formel1
Lewis Hamilton fährt allen davon

Im freien Training zum Großen Preis von Deutschland hat Lewis Hamilton im Mclaren-Mercedes die Bestzeit gefahren. Zweiter wurde sein Teamkollege Heikki Kovalainen vor Felipe Massa.

Als sich die Sonne durch die dunklen Regenwolken über Hockenheim kämpfte, glänzten die "Silberpfeile": WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton hat im Mclaren-Mercedes mit der deutlichen Trainingsbestzeit das erste dicke Ausrufezeichen vor dem Großen Preis von Deutschland am Sonntag (14.00 Uhr/live bei Premiere und RTL) gesetzt.

Neben dem Briten sorgte ein deutsches Duo für Furore: Nico Rosberg (Wiesbaden/Williams-Toyota) und Nick Heidfeld (Mönchengladbach/BMW-Sauber) fuhren in die Top Ten und nährten damit die Hoffnungen auf ein schwarz-rot-goldenes Formel-1-Fest am Sonntag vor 85 000 Zuschauern auf dem Hockenheimring.

Haug: "Sehr schöner Auftakt"

"Die Freitagsbestzeit von Lewis war ein sehr schöner Auftakt für unseren Heim-Grand-Prix. Davor waren wir schnell und konstant - jetzt wollen wir am Samstag und am Sonntag unbedingt an diese Form anschließen", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Hinter Hamilton, der in 1:15,025 Minuten mehr als sechs Zehntelsekunden Vorsprung herausfuhr, platzierte sich der zweite Silberpfeil-Pilot Heikki Kovalainen (Finnland/1:15,666). Dann folgten die roten Rivalen: Der Brasilianer Felipe Massa belegte im Ferrari in 1:15,722 den dritten Platz, Weltmeister Kimi Räikkönen aus Finnland wurde Vierter.

In der WM-Wertung führen vor dem zehnten von 18 Saisonrennen die punktgleichen Hamilton, Massa und Räikkönen. BMW-Sauber-Pilot Robert Kubica (Polen), in der WM-Wertung mit 46 Punkten nur zwei Zähler hinter dem Führungstrio, kam auf Rang acht.

Rosberg auf Rang sieben

Stark waren aber auch die deutschen Fahrer, vor allem Rosberg hatte Grund zur Freude. Als Siebter ließ der 23-Jährige beide BMW-Sauber hinter sich. Heidfeld wurde direkt hinter seinem Teamrivalen Kubica Neunter. Zwei Plätze dahinter folgte Sebastian Vettel (Heppenheim/Toro Rosso), Timo Glock (Wersau/Toyota) und Adrian Sutil (Gräfelfing/Force India) kamen auf die Ränge 16 und 19.

Unterdessen hat Vettel das Transferkarussell in Schwung gebracht. Nach der Unterschrift des 21-Jährigen bei Red Bull für die kommende Saison wird über einen Formel-1-Einstieg von Bruno Senna spekuliert. Der Neffe des legendären Ayrton Senna, derzeit in GP2 unterwegs, wird bei Toro Rosso, BMW und Honda gehandelt.

Für mehr Wirbel hatten zuvor Gerüchte über einen angeblichen Wechsel Rosbergs zu Mclaren-Mercedes gesorgt, doch Haug erteilte diesen eine Absage. "Im Moment sehe ich keine Veranlassung zu irgendwelchen Veränderungen. Zu diesem Thema ist nichts gesprochen worden", sagte der Mercedes-Sportchef und fügte im Hinblick auf den angeblich umstrittenen Kovalainen hinzu: "Heikki ist sehr schnell und wird uns noch viel Freude bereiten."

Auch über die Zukunft des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso, der momentan im Renault hinterherfährt, wird wild spekuliert. "Ich habe mit niemandem gesprochen", sagte der Spanier über die Gerüchte zu einem Ferrari-Transfer. Auch bei BMW-Sauber wird der 26-Jährige immer wieder als Kandidat gehandelt. "Im Juli kann man sich mit Leuten unterhalten, aber vor September oder Oktober sind diese Gespräche nicht sehr ernst", sagte Alonso.

Noch im August will BMW die Fahrerpaarung für die kommende Saison verkünden. Nach seiner langen Durststrecke sahen viele Heidfeld bereits auf dem Abstellgleis, doch selbst die Zukunft seines überzeugend auftretenden Teamrivalen Kubica ist offen. Zumindest behauptet das der derzeitige WM-Vierte. "Ob ich bei ihnen weitermachen werde? Ich weiß es nicht. Das ist eine schwierige Frage", sagte der Pole.

© SID

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