Motorsport Formel1
Malaysia: Alonso feiert Start-Ziel-Sieg

Weltmeister Fernando Alonso hat den Großen Preis in Malaysia gewonnen und seinem Arbeitgeber Mclaren-Mercedes nach 18-monatiger Durststrecke wieder einen Erfolg in der Formel 1 beschert. Der Spanier feierte nach 56 Runden seinen insgesamt 16. Grand-Prix-Sieg und setzte sich dadurch nach dem zweiten WM-Lauf des Jahres auch an die Spitze der WM-Wertung. Auf Platz zwei sorgte sein erst 22 Jahre alter Teamkollege Lewis Hamilton aus Großbritannien sogar für einen Doppelsieg der Silberpfeile.

Auftakt-Sieger Kimi Räikkönen belegte im Ferrari den dritten Rang. Der Finne war es auch, der am 9. Oktober 2005 in Suzuka den bis dahin letzten Sieg für Mclaren-Mercedes errungen hatte. Bester Deutscher war war der Mönchengladbacher Nick Heidfeld, der wie in Melbourne im BMW-Sauber als Vierter ins Ziel kam. Ralf Schumacher enttäuschte im Toyota erneut und kam nicht über Platz 15 hinaus. Williams-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) und Neuling Adrian Sutil (Gräfelfing) im Spyker-Ferrari schieden aus.

Alonso auch in WM-Wertung vorn

Den letzten Doppelsieg hatte Mclaren-Mercedes am 25. September 2005 in Sao Paulo eingefahren, damals gewann Juan Pablo Montoya aus Kolumbien vor Räikkönen. Für das englische Mclaren-Team war es der insgesamt 41. Doppelerfolg seit 1968 und der 15. mit dem deutschen Partner Mercedes, der den Rennstall von Ron Dennis seit 1995 mit Motoren beliefert. Der Doppelsieg machte aus das Pannejahr 2006 vergessen, in dem das Team nicht ein Rennen gewinnen konnte. "Ein Doppelsieg - das ist wie aus dem Bilderbuch. Was für ein Klasserennen. Danke Jungs", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug

"Das ist absolut fantastisch, eine wundervolle Überraschung. Ich hätte nie gedacht, dass ich schon in meinem zweiten Rennen für Mercedes ganz oben stehe. Der Schlüssel war unser starker Start", sagte der neue WM-Spitzenreiter Alonso nach dem 16. Sieg seiner Karriere. Alonso führt die WM-Wertung mit 18 Punkten und damit zwei Zählern Vorsprung vor Räikkönen an. Weitere zwei Punkte zurück belegt Hamilton die dritte Position. Das nächste Rennen findet bereits am kommenden Sonntag (15. April) in Bahrain statt.

Quick Nick mit Rennen zufrieden

Auch der zweite in der Formel1 vertretene deutsche Autohersteller konnte sich über den Rennverlauf freuen: "Ein Ferrari hinter uns und Platz vier - ich bin absolut zufrieden. BMW hat seine Position als dritte Kraft behauptet", sagte Heidfeld, der seinem Spitznamen "Quick Nick" alle Ehre machte.

Für die anderen deutschen Fahrer hingegen lief es nicht so gut. Alle drei blieben ohne WM-Punkte. Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg (Wiesbaden) schied an Position sechs liegend auf dem Weg zum besten Formel-1-Resultat seiner Karriere 13 Runden vor Schluss aus: "Das war extrem bitter." Der von Startplatz neun aussichtsreich in das Rennen gestartete Toyota-Pilot Ralf Schumacher wurde nur 15, und Neuling Adrian Sutil (Gräfelfing) musste den Spyker-Ferrari nach einer Kollision mit dem Honda des Briten Jenson Button bereits in der ersten Runde abstellen.

© SID

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