Motorsport Formel1
Massa feiert Start-Ziel-Sieg in Bahrain

Beim Großen Preis von Bahrain feierte Ferrari einen Doppelsieg vor den zwei BMW-Boliden. Felipe Massa sicherte sich den Sieg vor Kimi Räikkönen, Nick Heidfeld wurde Vierter.

Ferrari bleibt in der Formel-1-WM 2008 weiter auf Erfolgskurs. Das Weltmeister-Team feierte beim dritten Saisonrennen in Bahrain mit Felipe Massa und Kimi Räikkönen den 77. Doppelsieg der Geschichte und wehrte damit den Angriff der beiden deutschen Automobilhersteller BMW und Mercedes eindrucksvoll ab. Die Bayerischen Motorenwerke konnten sich mit der historischen Führung in der Marken-WM, den Plätzen drei für Robert Kubica und vier für Nick Heidfeld und der ersten Pole Position der Geschichte trösten. Mercedes büßte nach einem schwarzen Sonntag mit Platz 13 für den überrundeten Lewis Hamilton die WM-Spitze ein. In der Fahrerwertung hat jetzt Weltmeister Räikkönen die Nase vorn.

"Wir sind nah dran am ersten Sieg, aber Ferrari war noch einen Tick schneller. Was für eine tolle Saison - BMW war bei jedem Rennen auf dem Podest", sagte Heidfeld mit Blick auf zwei zweite und einen dritten Rang: "An die Fahrer-WM denke ich noch nicht, obwohl ich natürlich irgendwann Weltmeister werden will." In der WM ist er mit 16 Punkten jetzt Zweiter hinter Räikkönen (19) und liegt vor dem bisher führenden Hamilton (14).

BMW führt Marken-WM vor Ferrari an

In der Marken-WM liegt BMW mit 30 Zählern vor Ferrari (29) und Mclaren-Mercedes (28), das ist der bisherige Höhepunkt in der Formel-1-Geschichte der Münchner. "Das haut mich echt um. WM-Führung, erste Pole Position - das sind Meilensteine in der Geschichte von BMW. Das war ein tolles Wochenende für Fahrer und Team", sagte BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen: "Jetzt bleibt uns als Ziel nur noch der Sieg. Wir haben noch Potenzial im Auto."

Noch größeren Jubel gab es bei Massa, der mit dem sechsten Sieg seiner Karriere die richtige Antwort auf die heftige Kritik nach den beiden Nullnummern zum Saisonauftakt gab. "Ich hatte die schlechten Rennen im Kopf, aber ich habe den Sieg nach Hause gebracht. Ich durfte keinen Fehler machen, weil die BMW verdammt schnell waren", meinte Massa.

Der Brasilianer lag nach 57 Runden 3,3 Sekunden vor Räikkönen, der diesmal nicht per Teamorder überholen durfte. Es war zu knapp, denn der Pole Kubica (4,9 Sekunden zurück) und Heidfeld (8,4) waren Ferrari dicht auf den Fersen.

"Ein Tag zum Vergessen" für Mercedes

Der chancenlose Finne Heikki Kovalainen (Finnland) landete dahinter im besten Silberpfeil auf Platz fünf. "Ein Tag zum Vergessen. Lewis verlor erst am Start viele Plätze und dann seinen Frontflügel - danach gab's keine Chance mehr auf Punkte. Heikki hatte erst gegen Rennende einen ordentlichen Speed", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Der beim WM-Auftakt erstmals aufs Podest gefahrene Nico Rosberg (Wiesbaden) holte im Williams als Achter noch einen WM-Zähler. Den verpasste Timo Glock (Wersau) als Neunter knapp, immerhin erreichte er in seinem dritten Rennen im Toyota aber erstmals das Ziel. Adrian Sutil (Gräfelfing) landete im Force India auf Platz 19.

Pechvogel Sebastian Vettel (Heppenheim) schied schon in der ersten Runde nach einem Crash aus und sah damit auch im dritten Rennen in seinem Toro-Rosso-Ferrari nicht die Zielflagge. "Beim Start habe ich richtig was gut gemacht, aber in Kurve vier ist mir jemand voll ins Auto gefahren. Es geht halt mal aufwärts und mal abwärts", sagte der 20-Jährige.

Kubica verlor gleich beim Start den ersten Spitzenplatz der BMW-Geschichte fast ohne Gegenwehr an Massa, wenig später musste der Pole auch noch den zweiten Ferrari-Piloten Räikkönen passieren lassen.

Hamilton fährt Erzrivalen Alonso ins Heck

Der bis Bahrain in der WM führende Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton fiel nach einem völlig missglückten Start auf Position zehn zurück. Bei der Aufholjagd krachte er anschließend ausgerechnet in das Heck des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso (Spanien), dem zu Renault gewechselten Erzrivalen aus der vergangenen Saison. Er musste sich eine neue Fahrzeugnase an der Box abholen und fuhr anschließend chancenlos hinterher.

Nick Heidfeld arbeitete sich von Startplatz sechs auf Position vier nach vorn, fortan fuhr BMW im Doppelpack den etwas schnelleren Ferrari an der Spitze hinterher. In einem langweiligen Rennen übernahmen Kubica und später Heidfeld bei der zweiten Runde der Boxenstopps die Führung, doch am Ende lagen die Ferrari doppelt vorn.

© SID

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