Motorsport Formel1
Massa legt erste Bestzeit vor

Felipe Massa hat im freien Training zum Großen Preis der Türkei ein erstes Ausrufezeichen gesetzt und die Bestzeit vorgelegt. Bester Deutscher war BMW-Pilot Nick Heidfeld.

Ferrari-Pilot Felipe Massa hat im freien Training zum Großen Preis der Türkei am Sonntag (14 Uhr Mesz/Premiere und RTL) die Bestzeit vorgelegt. Überschattet wurde der Testlauf auf der rutschigen Piste vom schweren Unfall des Australiers Mark Webber, der allerdings unverletzt seinem zerstörten Red Bull entstieg.

"Kimi hat in Malaysia gewonnen, ich in Bahrain, er dann wieder in Spanien. Wir wollen mal hoffen, dass wir diese Reihenfolge beibehalten und zwar bis zum Ende der Saison", erklärte Massa und kündigte den vierten Ferrari-Sieg in Serie an. Der Brasilianer leistete sich wie viele Fahrer zahlreiche Ausrutscher und fuhr in 1:27,353 Minuten trotzdem Bestzeit vor Mercedes-Pilot Heikki Kovalainen (1:27,456). Der Finne zeigte sich knapp zwei Wochen nach seinem spektakulären Unfall in Barcelona bestens erholt.

Haug: "Unsere Zeiten sahen ganz ordentlich aus"

"Die beste Nachricht für die Formel 1 ist, dass Heikki so stark zurückgekommen ist. Unsere Zeiten sahen ganz ordentlich aus", kommentierte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Der zweite Silberpfeil-Pilot Lewis Hamilton (Großbritannien/1:27,579) landete knapp geschlagen auf Platz vier hinter Weltmeister Kimi Räikkönen (Finnland/1:27,543) im zweiten Ferrari. Heidfeld belegte am Tag vor seinem 31. Geburtstag in 1:28,817 als bester Deutscher zwar nur Platz zehn, allerdings fuhr BMW wie gewohnt im Training mit vollem Tank.

"Ich muss die Reifen noch schneller auf Temperatur bringen, dann sehen die Zeiten ganz gut aus", meinte Heidfeld und macht sich Hoffnungen aufs Podest: "Ferrari fährt vorne weg, aber ich hoffe, dass wir einen Tick besser sind als die Silberpfeile." Timo Glock (Wersau/1:28,849) landete im Toyota auf Platz zwölf vor Nico Rosberg (Wiesbaden/1:28,907). Dem Williams-Fahrer wurde allerdings die siebtbeste Zeit gestrichen, weil er in einer Kurve abgekürzt hatte: "Ich hoffe, wir können hier wieder in die Punkte fahren."

Sebastian Vettel (Heppenheim/1:29,462) landete im Vorjahresauto auf Platz 17 - sein neuer Toro Rosso feiert erst beim nächsten Rennen in Monaco seine Premiere. "Natürlich bin ich enttäuscht, denn der Plan war, das Auto hier zu bringen", meinte Vettel. 20. und damit Letzter wurde Adrian Sutil (Gräfelfing/1:29, 756) im Force-India-Ferrari. Der zweite Teil des Trainings musste für sechs Minuten unterbrochen werden, um das Wrack von Webbers Auto von der Strecke zu räumen.

In den ersten 45 Trainingsminuten war kaum ein Fahrer auf der Strecke gewesen, weil sich die Organisatoren eine peinliche Panne geleistet hatten. "Es ist ein Reinigungsfahrzeug rumgefahren, das einen Streifen Wasser mitten auf der Spur gelassen hat. Bei der Kälte ist das nicht abgetrocknet, deshalb war es so rutschig", ärgerte sich Rosberg.

Jubilar Barrichello nur auf Platz 15

Honda-Pilot Rubens Barrichello fuhr nur auf Platz 15, feierte aber trotzdem. Der "ewige Zweite" hinter Michael Schumacher wird in Istanbul nach eigener Rechnung seinen 257. Grand Prix fahren und damit den Rekord von Riccardo Patrese (256) brechen. Die Formel-1-Historiker haben bislang zwar nur 255 Rennen notiert, aber das hindert den 35-Jährigen nicht an einer großen Fete in Istanbul mit seinem speziell lackierten Honda-Boliden.

"Es bedeutet mir wahnsinnig viel, der erfahrenste Fahrer in der Formel 1 zu sein. Und was die Verwirrung über die Anzahl meiner Rennen betrifft - da feiern wir eben sehr brasilianisch drei Rennen hintereinander", sagt Barrichello.

© SID

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